Ein lauter Knall erschütterte am Montag, den 24. November 2025, die Stadt Augsburg. Es handelte sich um das Ergebnis von zwei Eurofightern, die als Teil eines militärischen Trainingsprogramms des Taktischen Luftwaffengeschwaders 74 aus Neuburg flogen. Die Jets waren im Temporary Reserved Airspace (TRA) Allgäu unterwegs, einem Raum, der für zivile Flüge zeitlich beschränkt ist und auch Augsburg umfasst. Der Lärm entstand, als die Piloten kurzzeitig mit Überschallgeschwindigkeit flogen, was mit einem Radar-Höchsttempo von 839 Knoten oder etwa 1554 km/h dokumentiert wurde, wie die Augsburger Allgemeine berichtet.

Der Überschallknall entsteht, wenn ein Flugzeug die Schallmauer durchbricht, wobei die Moleküle der Luft sich schnell zusammendrängen und eine Druckwelle erzeugen. Diese Welle wird dann als lauter Knall wahrgenommen, während reguläre Verkehrsflugzeuge, die in niedrigeren Geschwindigkeiten fliegen, keinen solchen Lärm verursachen. Anders gesagt: Der Schall breitet sich mit etwa 343 Metern pro Sekunde aus. Überschallgeschwindigkeit wird bei rund 1200 km/h erreicht.

Militärische Übungen und ihre Auswirkungen

Solche knalligen Zwischenfälle sind in den letzten Jahren nicht selten geworden. Ein ähnliches Ereignis geschah bereits am 13. Januar 2025, als drei Eurofighter über Ulm die Schallmauer durchbrachen. Die Bundeswehr gab bekannt, dass sie dabei alle strengen flugbetrieblichen Bestimmungen eingehalten habe. Überschallflüge erzeugen bekanntlich sogar zwei Stoßwellen, was zu einem Doppelknall führt, und der Lärm ist bis zu 40 Kilometer entfernt hörbar, wie die Schwäbische Post meldete.

Aktuell finden im Rahmen des NATO-Manövers „Air Defender“ fast zwei Wochen lang umfangreiche Übungen in Deutschland statt. Hierbei sind zahlreiche Kampfjets im Einsatz, darunter Tornados, Eurofighter und F-35. Dies führt zu einem erhöhten Fluglärm und der Möglichkeit von weiteren Überschallknallen. Die Deutsche NATO-Luftwaffe hat entsprechende Übungsgebiete festgelegt, wie zum Beispiel in Jagel/Hohn, Wunstorf und Lechfeld, wo solche Flüge geplant sind, um die Beeinträchtigung der Bewohner zu minimieren. Die Schallwellen solcher Überschallflüge können einen kegelförmigen Bereich bis zu 80 km haben, was bedeutet, dass die Knalle in einem weiten Umkreis wahrgenommen werden können.

Zukünftige Ankündigungen und Informationen

Die Bundeswehr teilt mit, dass Informationen über den militärischen Flugbetrieb regelmäßig veröffentlicht werden und Beschwerden zur Fluglärmbelästigung jederzeit geäußert werden können. So weiß jeder Betroffene Bescheid, was in der Luft passiert und warum die Ohren ab und an ganz schön durchgeschüttelt werden.

Insgesamt bleibt zu bedenken, dass diese militärischen Aktivitäten nicht nur für die beteiligten Piloten, sondern auch für die zivile Bevölkerung eine bedeutende Rolle spielen. Bei jeder dieser Übungen wird auf die Einhaltung der Vorschriften geachtet, um die Sicherheit aller zu gewährleisten.

Für weitere Informationen zu den kürzlich durchgeführten militärischen Aktivitäten in Deutschland, werfen Sie doch einen Blick in die Artikel von der Augsburger Allgemeine, der Schwäbischen Post oder der 24Rhein.