Am 5. März 2026 wird in Bamberg ein neues Kapitel in der Geschichte des Einzelhandels aufgeschlagen: Der „Lange Donnerstag“, eine Veranstaltung, die die Innenstadt in ein pulsierendes Einkaufsparadies verwandeln soll. Über 50 Bamberger Händlerinnen und Händler haben bereits ihre Teilnahme angekündigt, darunter sowohl inhabergeführte Läden als auch größere Bekleidungshäuser. Die meisten Geschäfte planen, bis 21 Uhr geöffnet zu bleiben, während einige sogar bis Mitternacht für ihre Kunden da sein werden. Besondere Aktionen und Überraschungen sind ebenfalls in der Planung, um den Abend zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen. Weitere Details zur Veranstaltung sind auf der Website der Wirtschaftsförderung Bamberg zu finden (www.wirtschaft.bamberg.de).
Die Initiative zur Wiederbelebung des „Langen Donnerstag“ stammt von der Arbeitsgruppe „Impuls Innenstadt“, die sich das Ziel gesetzt hat, die Innenstadt als ein besonderes Einkaufserlebnis zu präsentieren. Dr. Stefan Goller, der städtische Wirtschaftsreferent, hebt die einmalige Atmosphäre des UNESCO-Welterbes Bamberg hervor, die durch solche Veranstaltungen noch verstärkt wird. Die ersten vier Termine für den „Langen Donnerstag“ sind bereits festgelegt: der 5. März, 2. April, 7. Mai und 2. Juli 2026. Eine Ausnahme gibt es im Juni, wo aufgrund des Fronleichnams kein „Langer Donnerstag“ stattfindet.
Neues Ladenschlussgesetz als Grundlage
Der „Lange Donnerstag“ wird durch das neue Bayerische Ladenschlussgesetz ermöglicht, das bis zu acht lange Einkaufsnächte pro Jahr erlaubt. Dieses Gesetz, das vom Bayerischen Landtag verabschiedet wurde, ist eine Initiative von Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und zielt darauf ab, das Ladenschlussrecht an die Lebensrealität und Herausforderungen im Handel anzupassen. So können auch digitale Kleinstsupermärkte rechtssicher öffnen, ohne Sortimentsbeschränkung, was insbesondere für ländliche Regionen von Bedeutung sein soll.
Die Bamberger Stadträte testen die Umsetzung dieses Gesetzes über ein Jahr hinweg als Teil eines Pilotprojekts. Das Ziel ist eine Stärkung der Innenstadt und ihrer Stadtteile, mehr Flexibilität für Berufstätige und ein entspannteres Flanieren am Abend. Mit dem neuen Gesetz wird auch der Spielraum für Handel und Kommunen erweitert, was nicht nur den Einzelhandel, sondern auch die Attraktivität Bambergs als Einkaufsstadt steigern soll.
Insgesamt zeigt die Initiative „Langer Donnerstag“ eine vielversprechende Entwicklung für den Einzelhandel in Bamberg und könnte als Modell für andere Städte dienen, die ähnliche Herausforderungen meistern möchten. Die ersten Reaktionen der Händler und Kunden werden mit Spannung erwartet, und es bleibt abzuwarten, wie sich die Atmosphäre in der Innenstadt an diesem besonderen Abend entfalten wird.