Wussten Sie, dass Hof, eine Stadt mit gerade einmal 46.963 Einwohnern, sich als wahrer Geheimtipp in der deutschen Filmfestivalszene etabliert? Diese aufstrebende Filmstadt hat sich seit 1967 zu einem Zentrum für innovative Indie-Produktionen und Weltpremieren entwickelt. Die Internationalen Hofer Filmtage, die jährlich vom 21. bis 26. Oktober stattfinden, ziehen rund 30.000 begeisterte Besucher an und präsentieren über 130 Filme in nur sechs Tagen. Journee Mondiale berichtet, dass das Festival bekannt dafür ist, eine breitere, jüngere Zielgruppe anzusprechen und das genussvolle Ambiente der Stadt mit Filmkultur zu verbinden.

Doch Hof hat noch mehr zu bieten! Der Bürgerpark Theresienstein, der 2003 zum „Schönsten Park Deutschlands“ gekürt wurde, zieht mit seinem botanischen Garten und Zoo viele Naturfreunde in seinen Bann. Die Stadt trägt zudem den Titel „Genussort 2024“ und ist berühmt für ihre 150-jährige Tradition des „Hofer Wärschtlamo“, jener typischen Wurstverkäufer, die bei Einheimischen und Touristen gleichermaßen beliebt sind. Die Hofer Filmtage haben in der Vergangenheit schon viele namhafte Persönlichkeiten angezogen, darunter Roger Corman, der 1981 persönlich an der HoF teilnahm.

Kino und Kultur – Ein perfektes Duo

Neben der beeindruckenden Filmtradition ist Hof auch für die historische Architektur bekannt. Die Hofer Neustadt beherbergt das besterhaltene Biedermeierensemble Oberfrankens, das mit seinen malerischen Straßen und Bauwerken verzaubert. Diese kulturelle Vielfalt macht Hof zu einer spannenden Alternative zu Bayreuth, das vor allem für seine Wagner-Festspiele berühmt ist. Die Stadt verzeichnet beeindruckende über 160.000 jährliche Übernachtungen und erweist sich damit als echtes Juwel im Herzen Oberfrankens.

Ein Highlight der Hofer Filmtage ist zweifelsohne Roger Cormans bedeutendster Film „THE INTRUDER“, der 1961 veröffentlicht wurde. Die Handlung, die in einer fiktiven Kleinstadt im Süden der USA Ende der 1950er Jahre spielt, thematisiert gesellschaftliche Spannungen und Rassismus. Corman’s Werk gilt als Dokument seiner Zeit und weist erstaunliche Parallelen zur aktuellen politischen Lage auf, wie etwa die Ereignisse rund um den Sturm auf das Kapitol in Washington am 6. Januar 2021. Das macht den Film nicht nur historisch wertvoll, sondern zeigt auch, wie relevant die Themen des Films auch heute noch sind.

Insgesamt zeigt sich, dass Hof mit seinen Internationalen Filmtagen und der charmanten Atmosphäre der Stadt nicht nur ein Platz für Cineasten ist, sondern auch ein Ort, wo Genuss und Kultur in harmonischem Einklang stehen. Wer also mal etwas anderes erleben möchte als überlaufene Festivals, für den ist Hof genau der richtige Ort!