Alpenschamane Limpöck: Rauhnächte und wilde Traditionen am Untersberg
Erfahren Sie von Alpenschamane Rainer Limpöck über die Rauhnächte im Berchtesgadener Land und deren kulturelle Bedeutung.

Alpenschamane Limpöck: Rauhnächte und wilde Traditionen am Untersberg
In weihnachtlicher Vorfreude und besinnlichem Geplänkel stehen die Rauhnächte vor der Tür – ein Brauch, der fest mit der Kultur im Berchtesgadener Land verwoben ist. Rainer Limpöck, Alpenschamane und Untersberg-Experte, beschäftigt sich schon lange mit den tiefen Wurzeln dieser Tradition. Laut bgland24 ist für Limpöck die Zeit der Rauhnächte über die Wintersonnenwende der Beginn einer Phase der Reflexion und des Innehaltens.
Besonders Heiligabend erlebt Limpöck als Familienfest, an dem traditionelle Aktivitäten wie der Besuch des Reichenhaller Christkindlmarkts, das Christkindlanschießen, Gesang und Bescherung nicht fehlen dürfen. Auch in seiner Heimat ist es Brauch, die Rauhnächte zum Räuchern und Beten zu nutzen. In vielen Haushalten in Berchtesgaden wird am Heiligen Abend gemeinsam am Räuchertischchen mit „Rauhtiache“ und Weihwasser die Gesundheit und Glück von Haus und Hof gesichert, wie das Berchtesgaden Magazin beschreibt.
Die Mythen der Rauhnächte
Die Rauhnächte, die in Berchtesgaden eine lange Tradition haben, sind mit Mythen und Geschichten verbunden. Während dieser besonderen Nächte, insbesondere an Heiligabend, Silvester und in der Nacht zum Dreikönigstag, werden rituelle Handlungen durchgeführt, um böse Einflüsse fernzuhalten und Schutz für die kommenden Monate zu suchen. Historisch gesehen stellten sich die Menschen auf einen Umschwung der Jahreszeit ein und beteten oft um Hilfe und Segen, während sie ihre Ställe und Maisäcker räucherten, um das Glück zu bewahren. Berchtesgadener Land Blog verdeutlicht, dass heute noch viele dieser Bräuche, wie das Ausräuchern und das Gebet des Rosenkranzes, gelebt werden.
Die Rauhnächte sind nicht nur eine Zeit für die Rückschau, sondern auch eine Gelegenheit, um Verbundenheit mit der Natur und den geheimnisvollen Orten des Berchtesgadener Landes zu erleben. Limpöck bietet spezielle Wanderungen an, bei denen er die spirituelle Bedeutung des Untersbergs vermittelt und mythologische Erzählungen, die sich um diesen Kraftort ranken, zum Leben erweckt.
Tradition versus Kommerzialisierung
In diesem Kontext kritisiert Limpöck den Einfluss des Weihnachtsmanns auf die Tradition des Christkindls und betont die Wichtigkeit eines respektvollen Umgangs mit den Kraftorten. Insbesondere an Plätzen wie dem Herzstein und der Irlmaiermadonna im Berchtesgadener Land sind die Einheimischen aufgerufen, die alten Mythen und Bräuche zu pflegen und zu ehren. „Hier liegt das Potenzial für einen sanften Tourismus“, erläutert Limpöck. Ein Weg, die Traditionen zu bewahren und dennoch die Schönheit der Region erlebbar zu machen.
Wer die Rauhnächte authentisch erleben möchte, findet auf dem Berchtesgadener Advent und den Christkindlmärkten eine Fülle an Angeboten. So können Besucher Weihrauch, Räucherpulver und andere Zubehörteile kaufen, die zur Pflege dieser alten Bräuche notwendig sind. Im Salzheilstollen Berchtesgaden, einem weiteren spirituellen Ort, organisiert Limpöck rituelle Reisen, die den Menschen helfen sollen, die jahrhundertealten Traditionen neu zu entdecken und ihren Platz in der Gegenwart zu finden.
Es bleibt abzuwarten, wie sich die Rauhnächte in der modernen Welt entwickeln werden, eins steht jedoch fest: Sie sind und bleiben ein fester Bestandteil der Kultur im Berchtesgadener Land und bieten eine wertvolle Gelegenheit zur Besinnung und zum gemeinsamen Feiern im Kreise der Familie und Freunde.