In einer wegweisenden Entscheidung hat der Kreistag des Berchtesgadener Lands am 28. November 2025 den Beitritt zum Salzburger Verkehrsverbund (SVV) beschlossen. Laut bgland24 gab es nach der Abstimmung viel Applaus und Jubel. Dies stellt einen wichtigen Schritt für die zukünftige Mobilität in der Region dar, da die Integration in den SVV ab 2027 erfolgen soll, und somit ein gemeinsames Ticket für grenzüberschreitende Fahrten ermöglicht wird.
Die bisher geplante Zusammenarbeit mit Traunstein ist jedoch gescheitert, da dieser Landkreis künftig den Münchner Verkehrsverbund (MVV) anstreben wird. Landrat Bernhard Kern drückte sein Bedauern über das Scheitern einer gemeinsamen Euregio-Lösung aus. „Da liegt was an“, bemerkte er, während die anderen Kreistagsabgeordneten konstruktiv diskutierten. Bartl Wimmer von den Grünen kritisierte die Verzögerungen und zusätzlichen Kosten durch vorherige Machbarkeitsstudien.
Verkehrsanpassungen und neue Möglichkeiten
Armin Nowak von der FDP bezeichnete den Tag als historisch, auch wenn Traunstein nicht Teil des neuen Systems ist. Roman Niederberger von der SPD hob die Komplexität des öffentlichen Nahverkehrs hervor und betonte die Notwendigkeit eines starken Partners. Der Beitritt zum SVV verspricht nicht nur eine Verbesserung der Mobilität, sondern auch attraktivere Ticketpreise durch ein geplantes, stark rabattiertes Bürgerticket zwischen 300 und 400 Euro pro Jahr, wie salzburg24 berichtet.
Die Verkehrsverflechtungen sind bereits jetzt eng – zwei Drittel des Berchtesgadener Lands grenzen an Salzburg. Der Zusammenfluss von Bus- und Bahnnetz deutet auf die Schaffung eines einheitlichen und flächendeckenden Verbundtarifs hin, der eine Vereinfachung und Kostensenkung für alle Fahrgäste mit sich bringt.
Wichtige Aspekte des neuen Systems
Eine interessante Diskussion ergab sich auch um die bargeldlose Bezahlung im ÖPNV. Während einige Bedenken äußerten, dass ältere Menschen von dieser Regelung ausgeschlossen werden könnten, stellte SVV-Geschäftsführer Johannes Gfrerer klar, dass die Möglichkeit der Bargeldzahlung weiterhin bestehen bleibt. Thomas Weber von der CSU wies auf die aktuellen Probleme im Bahnverkehr hin und informierte über die geplante Einführung eines Rufbus-Systems im ersten Quartal 2026.
Die Vorbereitungen für die Umsetzung der neuen Verbundstruktur sollen bereits 2026 beginnen, um den grenzüberschreitenden Verkehr 2027 zu starten. Der Beschluss folgte einer gründlichen Machbarkeitsstudie, die die notwendigen Schritte zur Integration analysierte.
Die Bedeutung dieser Entwicklung kann nicht übersehen werden, da der grenzüberschreitende Personennahverkehr zwischen Deutschland und Österreich weiterhin an Bedeutung gewinnt. Laut Wikipedia bestehen bereits diverse Kooperationen und Verbindungen, die eine reibungslose Mobilität über die Grenzen hinweg ermöglichen. Damit macht das Berchtesgadener Land einen großen Schritt in die Zukunft und eröffnet seinen Bürgern neue Möglichkeiten.