Am 11. Februar 2026 fand im Klosterwirt Höglwörth eine bedeutende Podiumsdiskussion zur bevorstehenden Landratswahl im Berchtesgadener Land statt. Rund 120 Bäuerinnen und Bauern aus der Region nahmen an der Veranstaltung teil, um sich über die Positionen der Kandidaten zu informieren und ihre Anliegen zu artikulieren. Auf dem Podium saßen die vier Bewerber: Franz Rasp von der CSU, Michael Koller von den Freien Wählern, Dr. Bartl Wimmer von Bündnis 90/Die Grünen und Roman Niederberger von der SPD.

Die Diskussion drehte sich um zentrale Themen, die die Landwirtschaft im Berchtesgadener Land betreffen. Dazu zählten der Umgang mit Wolf und Bär sowie deren Auswirkungen auf die Alm- und Weidewirtschaft, die rechtlichen und bürokratischen Hürden beim Bauen im Außenbereich und die Regelungen bezüglich Wassercent und Geschwindigkeitsbegrenzungen an Hofein- und -ausfahrten. Vorab erhielten die Kandidaten drei zentrale Fragen, die sie beantworten sollten: Ihre Erwartungen an die Landwirtschaft im Berchtesgadener Land, der Stellenwert der Landwirtschaft im Landkreis und konkrete Unterstützung für Landwirte, insbesondere in Bezug auf die Baurechtsproblematik im Außenbereich.

Die Kandidaten und ihre Positionen

Die Podiumsteilnehmer betonten die Bedeutung der Landwirtschaft für die Kulturlandschaft, die regionale Wertschöpfung und den Erhalt traditioneller Strukturen. Dabei wurden deutlich unterschiedliche politische Ansätze hinsichtlich Regulierung, Förderung und Entwicklungsperspektiven. Die hohe Beteiligung des Publikums und zahlreiche Wortmeldungen verdeutlichten den Wert des Austauschs zwischen Politik und Landwirtschaft.

Die Landratswahl im Berchtesgadener Land findet am 8. März 2026 statt und steht im Zeichen eines Führungswechsels, da der derzeitige Landrat Bernhard Kern plant, Bürgermeister in Halblech zu werden, was 180 km entfernt liegt. Wimmer und Koller treten erneut an, nachdem sie bereits an der Wahl 2020 teilgenommen hatten. Im ersten Wahlgang 2020 erzielte Kern 41,95%, Wimmer 25,78% und Koller 22,82%. Die Wahlbeteiligung lag bei 56,98% im ersten Durchgang und 58,21% in der Stichwahl.

Wichtige Themen und Herausforderungen

Für Wimmer sind Themen wie bezahlbares Wohnen, Kliniken, der öffentliche Nahverkehr (ÖPNV) und ein bürgerfreundliches Landratsamt von zentraler Bedeutung. Koller hebt die Notwendigkeit von Zusammenarbeit und Kompromissen hervor, während Niederberger plant, im gesamten Landkreis um Vertrauen zu werben und keinen raueren Umgang unter den Kandidaten sieht. Rasp möchte mit Sachverstand und Erfahrung überzeugen und betont einen wertschätzenden Umgang mit den Mitbewerbern.

Die nächsten Schritte nach der Wahl werden besonders interessant sein. Am Wahlabend gehen die vorläufigen Ergebnisse der 91 Stimmkreise bei der Landeswahlleitung ein. Die Ergebnisse umfassen die Erst- und Zweitstimmen der Wahlvorschläge und werden sofort im Internet veröffentlicht. Nach Eingang der letzten Schnellmeldung kann das vorläufige amtliche Ergebnis für den Freistaat eingesehen werden. Diese Ergebnisse sind von großer Bedeutung für die politische Ausrichtung im Landkreis und den zukünftigen Umgang mit den Herausforderungen, die die Landwirtschaft und der ländliche Raum mit sich bringen.

Eine umfassende Wahlstatistik wird nach der Wahl durchgeführt, um Ergebnisse über Wahlbeteiligung und Stimmabgabe nach Altersgruppen und Geschlecht zu gewinnen. Die endgültigen Ergebnisse werden von den zuständigen Wahlorganen festgestellt und stehen im Auskunftsdialog bereit. Damit wird die politische Landschaft im Berchtesgadener Land in eine neue Ära eintreten, deren Auswirkungen sich in naher Zukunft zeigen werden.

Für weitere Informationen zur Podiumsdiskussion und den Kandidaten besuchen Sie bitte diese Seite. Weitere Details zur Wahl finden Sie auch auf Rosenheim24 und zur statistischen Auswertung auf Statistik Bayern.