Was tut sich bei den Bayern? Am Samstag, den 19. September 2025, wird Sacha Boey (25) für den FC Bayern beim Spiel gegen Hoffenheim auf dem Platz stehen. Trainer Vincent Kompany (39) hat angesichts der aktuellen Verletzungssituation in der Abwehr keine andere Wahl, als Boey von Anfang an zu bringen. Der Rechtsverteidiger wird benötigt, da mehrere Schlüsselspieler ausgefallen sind.
Die Liste der Abwesenden ist lang: Alphonso Davies (24) fehlt seit März aufgrund eines Kreuzbandrisses kombiniert mit einem Knorpelschaden. Auch Hiroki Ito (26) hat sich im März einen dritten Mittelfußbruch zugezogen, während Raphael Guerreiro (31) nach einer Bauchmuskelverletzung erst am Freitag wieder ins Abschlusstraining zurückkehrte. Josip Stanisic (25) muss mit einem Teilriss des Innenbands im rechten Knie mindestens bis zur Länderspielpause pausieren.
Boeys Verletzungspech
Für Boey selbst ist es nicht die erste Verletzung während seiner bis dato bescheidenen Zeit bei Bayern. Er erlitt kürzlich eine Bänderverletzung im linken Sprunggelenk während des Trainings, was seinen vierten ernsthaften Ausfall mit dem Rekordmeister markiert. Seit seinem Wechsel von Galatasaray Istanbul im Januar 2024 für rund 30 Millionen Euro hat Boey bereits 26 Pflichtspiele verletzungsbedingt verpasst und lediglich 431 Minuten auf dem Feld stehen können. Ein herber Rückschlag für den Spieler, der auch in vergangenen Saisonen durch Verletzungen betroffen war.
Die schwierige Situation wird durch die Verletzungsanfälligkeit des gesamten Teams verschärft, insbesondere auf der rechten Abwehrseite. Sportdirektor Christoph Freund (48) hat Boeys Leistungen in der Vergangenheit, auch im Spiel gegen Chelsea, positiv hervorgehoben. Trotz der seltenen Einsätze hat Boey die Chance, sich nun ins Rampenlicht zu spielen.
Der steigende Trend von Verletzungen
Im Profi-Fußball hat das Verletzungsrisiko in den letzten zehn Jahren stark zugenommen. Laut einer Studie des Versicherungskonzerns Howden folgten in dieser Saison durchschnittlich 4123 Verletzungen in den Top-5-Ligen, das sind 4% mehr als im Vorjahr. Besonders die Bundesliga ist betroffen. Dies könnte sich durchaus negativ auf die Saisonziele der Vereine auswirken, denn in der Bundesliga kommt es alle 52 Minuten zu einer Verletzung.
Alte Leiden wie Muskelfaserrisse, Bänderdehnungen oder auch Meniskusrisse halten Spieler wie Boey oft von ihrem Potenzial ab. Die Gründe hierfür sind vielfältig: Ein intensiver Spielkalender und die physische Beanspruchung durch den modernen Fußball führen häufig dazu, dass Spieler verletzungsanfälliger sind. James Burrow, Head of Sports von Howden, hofft auf ein Umdenken im Profifußball, um diesen Trend entgegenzuwirken.
Es bleibt abzuwarten, wie Boey sich in den kommenden Wochen schlagen wird und ob der FC Bayern aus seiner Verletzungsnot mit einem starken Kader zurückkommt. Trainer Kompany wird gefordert sein, kreative Lösungen zu finden, um in dieser kritischen Phase erfolgreich zu bleiben.