In einer spannenden Initiative zur Wiederbelebung des kulturellen Erbes von My Son, sind die Schauspieler des Kultur- und Kunstministeriums derzeit fleißig mit Proben für das Programm „Legendary My Son Night“ beschäftigt. Dieses abwechslungsreiche Event startet am 21. November 2023 und fällt mit dem 20. Jahrestag des Vietnamesischen Kulturerbetages zusammen. Das Ziel ist klar: Die Vermittlung und Bereicherung immaterieller Kulturwerte, während gleichzeitig das kulturelle Leben der traditionsreichen Region aufgewertet wird. Delegierte aus zehn verschiedenen weltbekannten Kulturerbestätten in Vietnam werden zu diesem besonderen Anlass erwartet, wie vietnam.vn berichtet.
Das Programm ist in drei Teile gegliedert: „Die Geschichte des Tals der Zeit“, „Die legendäre Nacht von My Son“ und „Harmonisches Licht“. Es soll die beeindruckende Schönheit der Tempelanlage unterstreichen und die kulturellen Werte des Welterbes hervorheben. Ein besonderes Augenmerk liegt darauf, die Geschichte von My Son und des ehemaligen Königreichs Champa sowohl kreativ als auch informativ zu vermitteln. Um sicherzustellen, dass die Besucher das Beste aus dieser Erfahrung ziehen, wird die Originalversion des Programms überarbeitet und gekürzt.
Kulturelle Vielfalt und Herausforderungen
In der Planung sind zahlreiche kulturelle Angebote und Erlebnisse für Touristen, darunter die Aufführung von traditionellen Cham-Tänzen und Volksliedern. Diese Kunstformen sollen nicht nur das touristische Erlebnis bereichern, sondern auch die Cham-Kultur in den Vordergrund rücken, sodass Besucher ein Gefühl für die reiche Geschichte und Kultur dieser Region bekommen. Besonders hervorzuheben ist, dass der Cham-Tanz bereits seit über zehn Jahren täglich aufgeführt wird und sich so zu einem echten Aushängeschild des Tourismus in My Son entwickelt hat. Doch die Herausforderungen sind nicht zu übersehen: Es mangelt an einer umfassenden Förderung und der Entwicklung neuer, kreativer Angebote, insbesondere im Bereich des Nachttourismus, was bedeutet, dass My Son sein volles touristisches Potenzial noch nicht ausschöpfen konnte.
Die Kulturbehörde plant daher, die Qualität der touristischen Dienstleistungen zu verbessern und innovative Angebote zu entwickeln. Ein zentraler Fokus soll auf der Stärkung des immateriellen Kulturerbes während der Festtage liegen, unter anderem durch Aktivitäten im Bereich Kulinarik, traditionelle Märkte und Erlebnisse in Handwerksdörfern.
Ein Ort von historischem Wert
My Son, eine bedeutende archäologische Stätte im zentralen Hochland Vietnams, wurde 1999 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt. Die Tempelanlage gilt als ein herausragendes Zeugnis der frühmittelalterlichen Cham-Kultur und liegt etwa 70 Kilometer südwestlich von Da Nang, in unmittelbarer Nähe zur antiken Hafenstadt Hoi An, die ebenfalls den Status eines UNESCO-Weltkulturerbes trägt. Diese Stätte ist von bewaldeten Hügeln und sanften Flusslandschaften umgeben, die eine spirituelle Atmosphäre schaffen, wie peter-jurgilewitsch.de hervorhebt.
Die Cham-Kultur, die von etwa dem 2. bis ins 17. Jahrhundert existierte, pflegte bedeutende Handelsbeziehungen mit Indien und anderen Kulturen. Die Tempel in My Son sind ein eindrucksvolles Beispiel für die harmonische Verschmelzung von Kultur und Natur und bieten einen tiefen Einblick in die Welt der Cham-Könige. Während die Architektur der Tempel in verschiedene Perioden unterteilt werden kann, sind sie weiterhin ein wichtiger Ort der Identität und des Stolzes für das vietnamesische Volk. Auch die Herausforderungen, die die Tempel während des Vietnamkriegs erlitten haben, machen My Son zu einem bedeutsamen Ziel für Geschichtsinteressierte und Touristen.
Die anstehenden Feierlichkeiten und das kulturelle Programm sind darauf ausgelegt, die Cham-Kultur weiter zu fördern und die Besucher für die Schönheit und Relevanz dieser historischen Stätte zu begeistern. Wertvolle Erinnerungen werden geschaffen, und ein neues Licht wird auf das kulturelle Erbe von My Son geworfen – ein bedeutendes Kapitel in der Geschichte Vietnams.