Heute am 4. November 2025 sorgte eine gemeldete Drohnensichtung für Aufregung am Münchner Flughafen. Um 19:45 Uhr bemerkte ein Pilot während des Landeanflugs eine Drohne und verständigte umgehend die Kontrolle. Die Bundespolizei übernahm daraufhin die Ermittlungen und reagierte prompt, indem sie die Start- und Landebahn kurzfristig sperrte.

Wie sich später herausstellte, konnte allerdings keine Drohne bestätigt werden. Um 20:30 Uhr war die Bahn wieder freigegeben, und es bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für den Luftverkehr. Diese Meldung wurde bereits zuvor von „Bild“ bestätigt, die über den Vorfall berichtete.

Drohnen im Luftraum: Ein wachsendes Problem

Diese Vorkommnisse werfen ein Licht auf die zunehmenden Herausforderungen, die Drohnensichtungen am Himmel mit sich bringen. Die Deutsche Luftfahrtbehörde (DLR) hat kürzlich eine Auswertung veröffentlicht, die aufzeigt, dass unautorisierte Drohnenflüge in den letzten Jahren erheblich zugenommen haben. Im Jahr 2024 wurden insgesamt 118 Störfälle an deutschen Flughäfen registriert, was etwa neun vollständige Betriebseinstellungen nach sich zog.

Bemerkenswert ist der wirtschaftliche Schaden, der aufgrund dieser Stillstände entstand, und der auf schätzungsweise 500.000 Euro beziffert wird. Immer wieder kommt es zu operativen Unterbrechungen, die selbst bei kurzen Sperrungen von durchschnittlich 32 Minuten weitreichende Folgen haben können.

Technologische Herausforderungen und Sicherheitsbedenken

Doch nicht nur die Zahl der Vorfälle ist alarmierend, auch die Frage der Sicherheitsvorkehrungen wird immer drängender. Experten vom Fraunhofer EMI weisen darauf hin, dass die unklare Anfälligkeit von Luftfahrzeugen hinsichtlich Drohnenkollisionen ein erhebliches Risiko darstellt. Bei Sichtungen von Drohnen werden Flughäfen im Zweifelsfall lahmgelegt, was weitere betriebliche Probleme mit sich bringt.

Die Forscher haben bereits Methoden entwickelt, um das Gefährdungspotenzial von Drohnenkollisionen zu bewerten, insbesondere jene Bauteile, die beim Zusammenstoß das größte Schadenspotenzial aufweisen, wie Motoren und Batterien. Um diesen Herausforderungen begegnen zu können, sind weitere innovative Projekte in Planung, die auch die künftige Analyse von Kollisionsszenarien umfassen sollen.

Eine zunehmende Zahl von Flugdrohnen, sowohl für private als auch gewerbliche Zwecke, verstärkt den Druck auf die bestehenden Sicherheitsstandards und fordert ein Umdenken in der Luftraumüberwachung.

Die letzten Vorfälle am Münchner Flughafen verdeutlichen also, dass es an der Zeit ist, klare Richtlinien und Maßnahmen zur Eindämmung des Drohnenproblems zu etablieren, um die Sicherheit im Luftverkehr weiterhin zu gewährleisten.