Im Hamburger Stadtteil Veddel ist heute am Nachmittag ein Großbrand ausgebrochen, der die Feuerwehr in einen langwierigen Einsatz verwickelt hat. Aus einer Lagerhalle, in der zahlreiche Druckgasbehälter untergebracht waren, schlugen dichte Rauchschwaden über die Stadt, die selbst aus der Ferne sichtbar waren. Hunderte Feuerwehrleute sind mobilisiert worden, um gegen die Flammen anzukämpfen, und die Flughafenfeuerwehr wurde zur Unterstützung gerufen. Momentan wird mit einer langen Einsatzdauer bis in die späten Abendstunden oder sogar bis in die frühen Morgenstunden gerechnet, wie Feuerwehrsprecher Lorenz Hartmann erläuterte. Verletzte wurden auch registriert, mindestens drei Personen mussten in das Krankenhaus gebracht werden, während weitere 25 aus dem Gefahrenbereich evakuiert wurden, teilweise sogar per Boot.
Die Feuerwehr hat mit erheblichen Herausforderungen zu kämpfen. Immer wieder kam es zu Explosionen, die Trümmerteile auf die Autobahn A1 schleuderten und auch Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr trafen. Die A1 musste in beiden Richtungen zwischen dem Dreieck Norderelbe und dem Dreieck Hamburg-Südost gesperrt werden, was zu Staus von bis zu zwölf Kilometern führte. Auch auf der Autobahn A7 staute sich der Verkehr. Verletzt wurde eine Autofahrerin, die von fliegenden Trümmern getroffen wurde.
Schäden und Auswirkungen
Die Sachschäden im Hafengebiet werden als verheerend eingeschätzt. Brandursache scheint ein Fahrzeug in der Lagerhalle gewesen zu sein, wo auch zahlreiche Lachgasflaschen lagerten. Bei der Explosion dieser Behälter wurden angrenzende Gebäude sowie Grünflächen in Mitleidenschaft gezogen. Um die Brandschutzmaßnahmen zu gewährleisten, sperrte auch der Hamburger Kupferhersteller Aurubis Teile seines Werksgeländes, während die Werksfeuerwehr die Löscharbeiten unterstützte.
Für die Anwohner in Veddel sowie in den umliegenden Vierteln wie Moorfleet und Bergedorf wird dringend empfohlen, Fenster und Türen geschlossen zu halten und Klimaanlagen abzuschalten, um sich vor giftigem Rauch zu schützen. Die Feuerwehr bleibt weiterhin im Einsatz und sorgt dafür, dass keine weiteren Gefahrenquellen entstehen.
Statistische Einblicke
Ein Blick auf die Statistik zeigt: Brände und Explosionen erfordern bundesweit einen signifikanten Anteil der Feuerwehr-Einsätze. Laut einer Studie des Deutschen Feuerwehrverbands, die bis 2022 reicht, sind diese Einsätze auf dem Vormarsch. Allein im Jahr 2022 wurden in Deutschland rund 200.000 Einsätze dokumentiert, von denen ein erheblicher Teil auf Brände und Explosionen entfiel, wie von Statista berichtet wird. Bei einem solchen Großbrand wie auf der Veddel wird diese Statistik einmal mehr greifbar.
Die Situation bleibt dynamisch, und die Feuerwehr wird die Öffentlichkeit über weitere Entwicklungen auf dem Laufenden halten. Währenddessen bleibt zu hoffen, dass sich keine weiteren Personen in Gefahr bringen und alle Verletzten schnell genesen.