Ein spannendes Schauspiel auf dem Aktienmarkt steht bevor, denn Tesla und sein CEO Elon Musk warten auf das Urteil der Aktionäre. Am Donnerstag entscheidet sich alles bei der Hauptversammlung, die für Musk eine bitterwichtige Bedeutung hat. Dabei geht es um ein neues Aktienpaket, das im Wert bis zu einer Billion Dollar erstrahlen könnte. Doch wie np-coburg.de berichtet, ist die Zustimmung der Aktionäre keineswegs garantiert. Zwei namhafte Beratungsfirmen haben sich bereits gegen diesen Plan ausgesprochen.

Musk ist sich der Brisanz dieser Situation bewusst und hat klar gemacht, dass er im Falle einer Ablehnung bereit ist, seinen Posten zu räumen. Das geplante Aktienpaket könnte bis zu 423,74 Millionen Tesla-Aktien umfassen, vorausgesetzt, verschiedene ambitionierte Unternehmensziele werden erreicht. Dazu gehört, dass Musk noch mindestens ein Jahrzehnt als CEO tätig bleibt, eine Million Robotaxis im Verkehr sind und insgesamt eine Million KI-Roboter ausgeliefert werden.

Ambitionierte Ziele und Herausforderungen

Doch damit nicht genug! Darüber hinaus müssen auch ganz große Zahlen auf dem Tisch liegen: Das Ziel von 20 Millionen verkauften Teslas und ein Börsenwert von zwei Billionen Dollar müssen angepeilt werden. Um Musk mit diesem großangelegten Vergütungsplan zu begünstigen, muss auch ein bereinigter Gewinn von 400 Milliarden Dollar realisiert werden. Robyn Denholm, die Verwaltungsratsvorsitzende, hat unmissverständlich klargestellt, dass Musk leer ausgehen wird, falls die Ziele nicht erfüllt werden.

In diesen herausfordernden Zeiten zeigt sich Musk entschlossen. Er möchte seinen Einfluss im Unternehmen durch eine Beteiligung von 25 Prozent erhöhen. Auch wenn Tesla gegenwärtig mit einem Absatzrückgang kämpft, setzt Musk auf Innovation und Zukunftstechnologien – er sieht das große Ganze in selbstfahrenden Robotaxis und humanoiden Robotern. So plant er, die Produktion der „Optimus“-Roboter bis Ende des nächsten Jahres aufzunehmen, um frischen Wind ins Unternehmen zu bringen.

Bedenken aus dem Ausland

Doch wie der größte Staatsfonds der Welt, der norwegische Öl-Fonds, bereits andeutet, sind nicht alle Aktionäre von den Plänen überzeugt. Auch Bedenken bezüglich eines früheren Vergütungsplans aus dem Jahr 2018, bei dem Musk zu viel Einfluss im Verwaltungsrat zugeschrieben wurde, sind nicht aus dem Weg geräumt.

Das Geschehen rund um Tesla verfolgt die Finanzwelt mit Spannung, denn der Ausgang dieses Votums könnte weitreichende Folgen für die Zukunft des Unternehmens und für Musk selbst haben. Während Tesla innovative Wege beschreiten will, bleibt abzuwarten, ob auch die Aktionäre diesem Weg folgen werden.