Im kleinen Dachau, ein historisches Juwel in Bayern, feiert man zurzeit eine besondere Premiere: Die Gemäldegalerie zeigt mit „Wege des Impressionismus – Die slowenische Moderne und Dachau“ über 40 beeindruckende Werke slowenischer Impressionisten. Damit wird das erste Mal in Deutschland das kreative Erbe dieser Künstler würdig betrachtet. Die Süddeutsche berichtet, dass die Ausstellung bis zum 12. April 2026 läuft.

Die Kunstwerke stammen aus der staatlichen Kunstsammlung in Ljubljana sowie von weiteren Leihgebern und beleuchten die spannende Entwicklung des slowenischen Impressionismus, der von den Realisten des späten 19. Jahrhunderts bis zur expressiven Moderne der Mitte des 20. Jahrhunderts reicht. Erstaunlicherweise hatte die Künstlerkolonie in Dachau einen wesentlichen Einfluss auf die Stilrichtung dieser Künstler. Viele slowenische Talente fanden hier in der malerischen Umgebung und unter dem Einfluss von Vorgängern wie Anton Ažbe, der 1891 eine bedeutende Malschule in München gründete, die Inspiration, die sie benötigten, um ihren eigenen Weg zu finden.

Von Dachau nach Ljubljana

Die intensive Verbindung zwischen den slowenischen Künstlern und der Stadt Dachau wurde von der Leiterin der Gemäldegalerie, Laura Cohen, aufgedeckt. Junge slowenische Künstler suchten um 1900 in der Dachauer Künstlerkolonie nach kreativen Impulsen und Entwicklungsmöglichkeiten. Hierbei lag der Fokus insbesondere auf Licht und Landschaft, was in farbenfrohen und ausdrucksstarken Bildern resultierte. Zu den herausragenden Vertretern dieser Bewegung zählen Künstler wie Rihard Jakopič, Matija Jama, Ivan Grohar und Matej Sternen.

Mit der Ausstellung wird nicht nur das künstlerische Schaffen gefeiert, sondern auch ein Stück Geschichte lebendig gehalten. Besonders berührt die Erinnerung an Zoran Mušič, einen wichtigen Akteur des slowenischen Impressionismus, der während des Zweiten Weltkriegs als politischer Gefangener ins Konzentrationslager Dachau verschleppt wurde. Seine Werke reflektieren eindrucksvoll seine Erfahrungen und die damit verbundene Erinnerungskultur.

Ein kulturelles Highlight

Die Ausstellung wird in Zusammenarbeit zwischen der Gemäldegalerie Dachau, der Nationalgalerie Sloweniens und dem Slowenischen Kulturzentrum SKICA Berlin präsentiert. Besucher können sich auf eine abwechslungsreiche Sammlung freuen, die nicht nur eindringliche Porträts und wunderschöne Landschaften zeigt, sondern auch Gemälde, die persönliche sowie gesellschaftliche Umbrüche thematisieren. Der Eintritt kostet moderate 7,00 EUR und bietet eine hervorragende Gelegenheit, in die Welt des slowenischen Impressionismus einzutauchen. Dachau.de nennt den Zeitraum der Ausstellung vom 28. November 2025 bis 12. April 2026.

Die Gemäldegalerie Dachau, gelegen in der Augsburger Str. 385, wird zum Schauplatz einer kulturellen Begegnung, die sowohl die Vergangenheit als auch die Gegenwart in ein neues Licht rückt. Aber aufgepasst, auch die Zukunft hat ihre Pläne hier!

Mehr Informationen zu den einzelnen Kunstwerken und zur Geschichte hinter dieser einmaligen Ausstellung erhält man unter museum.de.