Im Raum Dachau und Umgebung gibt es derzeit erhebliche gesundheitliche Bedenken: Die Stadtwerke Dachau haben ein Abkochgebot für Trinkwasser erlassen, nachdem bei einer routinemäßigen Untersuchung coliforme Keime entdeckt wurden. Dies betrifft nicht nur die Stadt Dachau, sondern auch die Gemeinde Bergkirchen und Teile von Karlsfeld. Die genauen Gründe für die Verunreinigung sind noch unklar, weshalb intensive Untersuchungen an insgesamt 26 Messstellen durchgeführt werden, um die Quelle der Belastung zu identifizieren. Das Abkochgebot gilt für verschiedene Anwendungen des Trinkwassers, also vor allem für den Konsum, die Zubereitung von Speisen, das Waschen von Obst und Gemüse sowie sogar für das Zähneputzen und die Reinigung offener Wunden.

Besonders betroffen sind folgende Bereiche: Stadt Dachau, einschließlich des Ortsteils Obergrashof, sowie die Gemeinde Bergkirchen (inklusive Günding, Im Lus, Kienaden, Feldgeding, Neuhimmelreich und Gröbenried) und spezielle Abschnitte in Karlsfeld, darunter die Alte Bayernwerkstraße und Bajuwarenstraße 6 und 8. Um sicherzugehen, dass das Wasser unbedenklich ist, empfiehlt es sich, das Trinkwasser einmal sprudelnd aufzukochen und anschließend mindestens zehn Minuten abkühlen zu lassen.

Sicherheitsmaßnahmen und Empfehlungen

Die Stadtwerke arbeiten mit Hochdruck daran, die Trinkwasserqualität schnellstmöglich wiederherzustellen, sodass die Versorgung ohne Bedenken genutzt werden kann. Ausnahmen gibt es jedoch: Das Wasser darf für die Körperpflege, die Reinigung von Kleidung und Geschirr sowie für die Toilettenspülung weiterhin verwendet werden. Die Empfehlungen zum Abkochen dienen der Sicherheit der Bürger und sollen mögliche Gesundheitsrisiken minimieren.

In Zeiten, in denen sicher Trinkwasser selbstverständlich sein sollte, fühlen sich viele in ihren alltäglichen Gewohnheiten eingeschränkt. Hoffentlich können die Stadtwerke bald klare Ursache und Lösung präsentieren, sodass die Bürger von Dachau und Umgebung bald wieder unbesorgt das Wasser aus der Leitung nutzen können. In der Zwischenzeit bleibt nur, die Vorsichtsmaßnahmen ernst zu nehmen und sich über die Entwicklungen zu informieren.