In Dachau, Karlsfeld und Bergkirchen gilt weiterhin ein Abkochgebot für das Trinkwasser. Dieses wurde verhängt, nachdem die Stadtwerke Dachau bei einer routinemäßigen Untersuchung in der Münchener Straße am Donnerstag coliforme Keime entdeckt haben. Die genaue Ursache für die Verunreinigung ist momentan unklar, die Stadtwerke sind jedoch aktiv auf der Suche nach Antworten. Bis zur Auswertung neuer Wasserproben am Dienstagabend bleibt das Abkochgebot in Kraft. Bürger sind aufgerufen, das Wasser vor dem Trinken abzukochen, um mögliche Gesundheitsrisiken zu minimieren.
Coliforme Keime sind stäbchenförmige Bakterien und können auf hygienische Mängel im Trinkwasser hinweisen. Der Grenzwert für coliforme Keime im Trinkwasser liegt bei 0 koloniebildenden Einheiten pro 100 Milliliter. Obwohl viele Stämme dieser Bakterien harmlos sind, kann der Nachweis von E. coli und anderen coliformen Bakterien ernsthafte gesundheitliche Probleme verursachen, wie Durchfall, Harnwegsinfektionen oder im schlimmsten Fall lebensbedrohliche Blutvergiftungen. Besonders gefährdet sind Kinder, ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen, da ihre Abwehrkräfte schwächer sind. Laut riva-filter.de müssen Menschen sich in solchen Situationen also gut schützen.
Abkochgebot und betroffene Gebiete
Das Abkochgebot erstreckt sich auf verschiedene Gebiete: In der Stadt Dachau sind das Dachau selbst, Obergrashof, Webling und Steinkirchen betroffen. In Bergkirchen gilt das für Günding, Im Lus, Kienaden, Feldgeding, Neuhimmelreich und Gröbenried. Auch Teile Karlsfelds, wie die Alte Bayernwerkstraße, Am Tiefen Graben sowie Bajuwarenstraße 6 und 8, müssen das Wasser abkochen, bevor sie es konsumieren.
Der Kundenservice der Stadtwerke steht bereit, um Fragen der Bürger zu beantworten und weitere Informationen zum aktuellen Stand bereitzustellen. Bis morgen wird erwartet, dass neue Proben analysiert werden, um die Wirksamkeit von bereits durchgeführten Spülmaßnahmen zu überprüfen. Das Gesundheitsamt hat bis bisher keine Erkrankungen in Zusammenhang mit den coliformen Keimen gemeldet, was zumindest einen kleinen Lichtblick darstellt.
Wasserqualität und empfohlene Maßnahmen
Nicht nur in Dachau, sondern allgemein ist die Qualität des Trinkwassers in Deutschland ein wichtiges Thema. Die deutsche Trinkwasserverordnung verbietet das Vorhandensein von coliformen Bakterien im Trinkwasser. Wasserversorger testen die Qualität stichprobenartig auf schädliche Keime, doch die Haushaltsleitungen selbst liegen in der Verantwortung der Bewohner. Um auf der sicheren Seite zu sein, empfehlen Experten alternative Lösungen zur Abtötung von Keimen, wie hochwertige Trinkwasserfilter, die im Jahr des Einsatzes installiert werden sollten. Beispielsweise bietet der rivaALVA Life SafePro Wasserfilter eine chemiefreie Methode, um coliforme Bakterien aus dem Wasser zu entfernen. So können Haushalte ihr Trinkwasser sicherer machen, ohne auf Abkochmaßnahmen angewiesen zu sein.
Einige Bakterienstämme entwickeln zudem Resistenzen gegen Antibiotika, weshalb es besonders wichtig ist, auch präventive Maßnahmen zu ergreifen. Die Geschwindigkeit, mit der sich multiresistente E. coli-Stämme ausbreiten, ist nicht zu unterschätzen, und Vertrauen in die Wasserqualität ist entscheidend.
In der gegenwärtigen Situation in Dachau bleibt es für die Bürger hilfreich, wachsam und informiert zu bleiben, während die Stadtwerke an einer Lösung arbeiten. Ein gesundes Trinkwasser ist und bleibt ein Grundrecht, auf das sich alle verlassen müssen.