Am 10. November 2025, einem Tag, der für viele Wuppertaler eine besondere Bedeutung hat, wird in der Stadt jedoch nicht nur an die Traditionen und die Geschichte erinnert, sondern auch an einige außergewöhnliche Persönlichkeiten, die das Stadtbild prägten. Im November, dem Gedenkmonat der Toten, wird besonders das katholische Fest Allerheiligen gefeiert. Dieses Fest ehrt weniger bekannte Heilige, die durch ihr außergewöhnliches Handeln in den Fokus geraten sind.
Eine solche Persönlichkeit ist Maria Husemann, die am 12. Dezember vor 50 Jahren starb. Geboren 1892 in Elberfeld, hinterließ sie ein bleibendes Erbe durch ihr mutiges Handeln und ihre Führungsqualitäten. 1926 trat sie als Sekretärin in den Caritasverband ein und unterstützte während der NS-Zeit jüdische Mitbürger, indem sie ihnen bei der Ausreise half. Ihre Geschichte ist ein eindringliches Beispiel dafür, was Empathie und Zivilcourage bewirken können.
Mut und Entschlossenheit in dunklen Zeiten
Während der Naziherrschaft war Husemann nicht nur eine Stimme des Widerstands, sondern auch eine unerschrockene Aktivistin. Sie vervielfältigte regimekritische Schriften im Büro des Caritasverbandes und organisierte den Schmuggel von Medizin ins KZ Dachau, was schließlich zu ihrer Verhaftung führte. Husemann wurde in das Arbeitslager Flossenbürg gebracht, überlebte den Todesmarsch und kehrte schwer gezeichnet nach Wuppertal zurück. Sie engagierte sich fortan in der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes und war Mitbegründerin der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit mit Johannes Rau. Ihr leidenschaftlicher Einsatz wurde 1970 mit dem Bundesverdienstkreuz gewürdigt, bevor sie 1975 im Alter von 83 Jahren verstarb.
In Zeiten des Wandels ist es wichtig, solche Geschichten lebendig zu halten und sich der Taten zu erinnern, die von Empathie, Mut und Entschlossenheit zeugen. Husemanns Engagement spiegelt die Werte wider, die Wuppertal zu einer Stadt machen, die nicht nur in ihrer Geschichte, sondern auch in ihrem kulturellen Angebot und ihrer gesellschaftlichen Vielfalt glänzt.
Kulturelles Lebensgefühl in Wuppertal
Wuppertal, die Stadt der rund 360.000 Einwohner, beeindruckt nicht nur mit ihrer bewegten Geschichte, sondern auch mit einem bunten kulturellen Angebot. Historische Highlights aus der Gründerzeit und dem Jugendstil prägen das Stadtbild und ziehen Besucher in ihren Bann. Dazu kommen gute Einkaufsmöglichkeiten und ein hoher Freizeitwert, die zusammen Wuppertal zu einem attraktiven Ziel für Einheimische und Touristen gleichermaßen machen.
Die Nordbahntrasse, die als ehemaliger Eisenbahnweg heute als Radwanderweg dient, verbindet die verschiedenen Stadtteile und trägt zur hohen Lebensqualität in Wuppertal bei. Zudem sorgt die zentrale Lage mit elf Autobahn-Anschlussstellen und dem schnellen Zugang zu den Flughäfen Düsseldorf und Köln für eine gute Anbindung, die die Stadt zu einem wichtigen Wirtschaftsstandort macht.
Wir blicken mit Stolz auf unsere Geschichte und blicken gleichzeitig in eine vielversprechende Zukunft. Veranstaltungen und Gedenktage wie der heutige erinnern uns daran, dass jede Generation ihre Geschichten und Helden hat, die es wert sind, erzählt und geehrt zu werden.