Ein schickes Ambiente und eine ermutigende Atmosphäre zeichneten die jüngste Podiumsdiskussion in der Hitzkopf-Arena in Deggendorf aus. Rund 60 Unternehmer kamen zusammen, um über den angestrebten Aufstieg des Deggendorfer SC (DSC) in die DEL2 zu sprechen. „Notwendig, jetzt über die DEL2 zu reden“, titelt die Eishockeynews, und genau das taten die Teilnehmer, zu denen auch Oberbürgermeister Christian Moser sowie bedeutende Sponsoren und Vereinsvertreter gehörten.

Der DSC führt derzeit die Tabelle der Oberliga Süd an und hat seit September kaum Schwächephasen durchlebt. Keine Frage, das Team zeigt auf dem Eis, was es draufhat. Prokurist Stefan Liebergesell stellte die Dringlichkeit des Aufstiegs in den Vordergrund und verwies darauf, dass der sportliche Erfolg die Rückkehr in die DEL2 entscheidend beeinflussen werde.

Positive Entwicklungen anderer Klubs

Besondere Aufmerksamkeit erregten die Erfahrungen von Peter Holmgren, den Geschäftsführer der Eisbären Regensburg, und Franz Vodermeier von den Blue Devils Weiden, die über ihre positiven Entwicklungen in der DEL2 berichteten. Vor der Corona-Pandemie hatten die Eisbären im Schnitt 2200 Zuschauer pro Spiel, während dieser Wert jetzt auf 2300 gestiegen ist. Zudem meldet das Stadion eine Auslastung von 90 bis 91 Prozent, was die Beliebtheit des Klubs untermauert.

Die Notwendigkeit, mehr finanzielle Mittel für die ambitionierte Aufstiegsmission zu mobilisieren, ist unbestritten. Der DSC benötigt eine Etat-Erhöhung von derzeit 2-2,3 Millionen auf rund 3 Millionen Euro, um die erforderlichen Investitionen in die Infrastruktur wie die Geschäftsstelle und die Hitzkopf-Arena zu bewältigen. Mehr Sitzplätze und ein komfortablerer Bereich für VIP-Gäste stehen auf der Wunschliste.

Ausblick auf die Zukunft

Auch wenn der DSC sich in einer starken Position befindet – 33 der 40 Partien wurden gewonnen – so warnte Liebergesell davor, dass ein schnelles sportliches Wachstum ohne die entsprechenden strukturellen Anpassungen problematisch sein könnte. Dennoch bleibt die positive Grundstimmung im Team und im Umfeld, die genutzt werden soll, um die Aufstiegschancen zu wahren. Sollte der Aufstieg in dieser Saison nicht klappen, habe man bereits Ideen und Pläne für die Zukunft, so Liebergesell weiter.

In der gesamten DEL2 sind gute Zuschauerzahlen der Schlüssel zu einem erfolgreichen Zusammenspiel zwischen Sport und wirtschaftlicher Basis. So gab es in der Saison 2023/2024 beeindruckende Zahlen, etwa die Eispiraten Crimmitschau mit einem Gesamtdurchschnitt von 1.248 Zuschauern pro Spiel, während die Bietigheim Steelers sogar einen Durchschnitt von 2.708 Zuschauern erreichen konnten, wie die offiziellen Statistiken belegen.

Die kommenden Wochen werden entscheidend für den Deggendorfer SC sein. Das Aufstiegsteam wird alles daran setzen, sowohl sportlich als auch durch Unterstützung von Sponsoren und Fans den notwendigen Rückhalt zu sichern. „Da liegt was an“, könnte man sagen – die Weichen für die Zukunft sind gestellt.