Große Freude in Moos: Die Reservisten haben bei ihrer jüngsten Sammlung für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge ein Rekordergebnis erzielt. Mit einem stolzen Betrag von 1.367,29 Euro haben die engagierten Mitglieder der Krieger- und Soldatenkameradschaft sowie der früheren RK-Moos nicht nur einen neuen Spitzenwert erreicht, sondern auch ein deutliches Zeichen für ihr Engagement gesetzt.

Worum geht es im Volksbund? Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V., gegründet am 16. Dezember 1919, hat sich der wichtigen Aufgabe verschrieben, die Gräber deutscher Kriegstoter im Ausland zu erfassen, zu erhalten und zu pflegen. Dabei spielt die Unterstützung von Angehörigen bei der Gräbersuche eine zentrale Rolle. So kümmert sich der Verein mittlerweile um mehr als 2,7 Millionen Kriegstote auf über 832 Friedhöfen in 46 Ländern. Der Volksbund hat nicht nur historische Bedeutung, sondern ermöglicht es auch, an die Gefallenen und Vermissten aus beiden Weltkriegen sowie dem Deutsch-Französischen Krieg 1871 zu erinnern und Gedenken zu bewahren.

Ein starkes Netzwerk für das Erinnern

Der Volksbund steht für weitaus mehr als Zahlen und Statistiken. Unter der Führung von Wolfgang Schneiderhan als Präsident und Dirk Backen als Generalsekretär engagieren sich 62.064 Mitglieder für die Gräberfürsorge. Der Verein organisiert darüber hinaus Jahresfeiern, wie die am Volkstrauertag, um die Toten zu gedenken und die Gesellschaft für die Geschichte zu sensibilisieren. In den letzten Jahren erfreut sich die Organisation wachsender Beliebtheit, auch wenn der Altersdurchschnitt der Mitglieder über 70 Jahre liegt und jährliche Verluste verzeichnet werden. Der hohe Betrag aus Moos zeigt, dass viele bereit sind, dieses Erbe lebendig zu halten.

„Da liegt was an!“ – so könnte man die Motivation der Mooser Reservisten zusammenfassen, die mit ihrem Rekordspendenbetrag einmal mehr bewiesen haben, wie wichtig das Gedenken an die Gefallenen für die Gemeinschaft ist. Solche Ergebnisse sind nicht nur für die Mitglieder der Krieger- und Soldatenkameradschaft erfreulich, sondern auch ein Gewinn für die gesamte Region, die sich um die Erhaltung des Friedens bemüht.

Wie wird all das finanziert? Der Volksbund finanziert seine Ausgaben durch Sammlungen, Spenden und staatliche Mittel. Im Jahr 2023 betrug der Umsatz des Vereins 54,256 Millionen Euro. Das gros dieser Ausgaben fließt in die Pflege der Gräber und die Unterstützung von Angehörigen. Es ist beeindruckend, wie 540 Mitarbeiter an den Zielen des Volksbundes arbeiten und sich dabei auf internationale Kooperation mit Partnerländern stützen.

Ein Zeichen der Hoffnung für die Zukunft

Die Einladung zum Gedenken ist auch eine Aufforderung, junge Menschen in die Friedensarbeit einzubeziehen. Der Volksbund fördert nicht nur die Erinnerungskultur, sondern beteiligt sich ebenso an internationalen Jugendbegegnungen. Es bleibt zu hoffen, dass das Engagement in Moos auch andere Regionen inspiriert, sich aktiv für die Gräberfürsorge einzusetzen und die Geschichten unserer Vorfahren lebendig zu halten.

In diesem Sinne hat Moos ein glänzendes Beispiel gegeben, wie gemeinschaftliches Engagement Früchte tragen kann. Bleiben wir alle wachsam und nehmen wir die Tradition des Gedenkens ernst.