Am 1. März 2026 hat die BMW Group am Standort Dingolfing eine neue Leitung für die Berufsausbildung übernommen. Vera Wiethaler und Agnes Ehret treten in die Fußstapfen von Bernhard Brei, der viereinhalb Jahre in dieser Position tätig war. Beide Frauen bringen umfangreiche Erfahrungen mit: Agnes Ehret, promovierte Psychologin mit Schwerpunkt Wirtschaftspsychologie, ist seit 2017 bei BMW Group aktiv und hat an den Standorten Leipzig, München und Dingolfing gearbeitet. Vera Wiethaler kann auf 27 Jahre Erfahrung in Personal und Controlling zurückblicken, ebenfalls an den Standorten München und Dingolfing. Mit ihrer Expertise in der Personalführung sind sie bestens gerüstet, um die Ausbildung junger Menschen zu gestalten.

In einem Festakt in Dingolfing wurden zudem 140 Auszubildende freigesprochen. Der Standort ist der größte Ausbildungsbetrieb in Niederbayern, hier absolvieren rund 950 junge Menschen ihre Erstausbildung. Agnes Ehret betonte in ihrer Rede die Notwendigkeit, die Berufsausbildung auf Zukunftsfähigkeit auszurichten, und hob die Begeisterung junger Menschen für Digitalisierung und Technik hervor (Quelle).

Ausbildung im Zeichen der Digitalisierung

Die BMW Group plant für den Ausbildungsstart im Herbst 2026 in Deutschland insgesamt 1.200 neue Ausbildungsplätze, die auf zukunftsrelevante Bereiche ausgerichtet sind. Diese Ausbildungsangebote sind speziell auf Kompetenzen in Automatisierung, Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz ausgelegt. Im Jahr 2024 investiert das Unternehmen über 400 Millionen Euro in die Aus- und Weiterbildung. Ein neues Bildungszentrum, der BMW Group Talent Campus, wird im Herbst 2025 in München eröffnet, um die Ausbildungsqualität weiter zu steigern (Quelle).

Der Bewerbungszeitraum für duale Studiengänge hat Anfang Mai 2025 begonnen, während die Bewerbungen für Berufsausbildungen an mehreren Standorten Ende Juni 2025 möglich sind. Interessierte können sich auf 28 Ausbildungsberufe und 14 duale Studiengänge an 20 Werksstandorten und 20 deutschen Niederlassungen bewerben. Um Bewerber optimal auf den Prozess vorzubereiten, werden Online-Bewerbungstrainings angeboten.

Die Rolle der Digitalisierung in der Ausbildung

Die fortschreitende Digitalisierung erfordert Anpassungen in den beruflichen Qualifizierungswegen, was auch von politischen Förderprogrammen und Initiativen unterstützt wird. Das Bundesbildungsministerium informiert über digitale Ausbildungsprojekte, die gerade für kleine und mittlere Unternehmen von Bedeutung sind. Die Initiative Berufsbildung 4.0, die seit Sommer 2016 in Kooperation mit dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) läuft, hat das Ziel, die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Ausbildung zu untersuchen und innovative Lösungen zu fördern.

Besonders im Bereich der technischen Berufe, wie der Metall- und Elektroindustrie, wird die Integration neuer Technologien in die Ausbildung vorangetrieben. Neue Ausbildungsberufe, wie die Kaufmann/Kauffrau im E-Commerce, tragen dazu bei, die Ausbildung an die Anforderungen der digitalisierten Arbeitswelt anzupassen. Insgesamt zielt diese Strategie darauf ab, den sozialen Zusammenhalt in der Arbeitswelt zu fördern und die Fachkräfte von morgen bestmöglich vorzubereiten (Quelle).

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die BMW Group nicht nur in die Ausbildung investiert, sondern auch aktiv an der Gestaltung einer zukunftsfähigen Berufsausbildung mitwirkt. Mit der neuen Leitung in Dingolfing und den geplanten Ausbildungsplätzen zeigt das Unternehmen, dass es die Herausforderungen der Digitalisierung ernst nimmt und junge Talente gezielt auf die Anforderungen der modernen Arbeitswelt vorbereitet.