Im malerischen Donau-Ries wird die Verbindung zwischen der evangelischen Kirchengemeinde in Bayern und der Evangelisch-Lutherischen Kirche von Papua-Neuguinea (ELC-PNG) immer lebendiger. Diese Partnerschaft wurde maßgeblich von Jack Urame gefördert, der nicht nur Pfarrer, sondern auch ein visionärer Bischof ist. Urame und seine Familie lebten von 2001 bis 2005 in Deutschland, wo sie im Dekanat Oettingen in Auhausen ansässig waren. Während dieser Zeit engagierte sich Urame in verschiedenen Gruppen und Kreisen in ganz Bayern und trug somit zur Stärkung der interkulturellen Beziehungen bei. Am 15. Januar 2016 wurde er zum leitenden Bischof der ELC-PNG gewählt und setzt sich seither für den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen den Kirchen beider Länder ein. Dies wird besonders deutlich, wenn man bedenkt, dass eine Delegation der Dekanate Omkolai und Nulainil am 13. Mai 2010 die Stadt Oettingen besuchte und sich in das Goldene Buch der Stadt eintrug. Weitere Informationen zu diesen historischen Verbindungen finden Sie in einem Artikel auf Donau-Ries Aktuell.

Bischof Urame betont die Bedeutung des persönlichen und geistlichen Austauschs, insbesondere während der Landessynode, wo der Partnerschaftsvertrag zwischen der bayerischen Landeskirche und der ELC-PNG erneuert werden soll. In seinen Reden spricht Urame oft über die Herausforderungen, die die moderne Technologie für die Kirche darstellt, und fordert eine Umsetzung neuer Impulse, um die Relevanz des Glaubens für die junge Generation zu wahren. Neben der Erneuerung der Kirche sieht er auch die Notwendigkeit, gegen die Probleme wie Individualisierung, Materialismus und Egoismus anzugehen, die viele Menschen dazu bringen, den Glauben und die Gemeinschaft als unwichtig zu erachten. Diese Herausforderungen sind auch in Papua-Neuguinea präsent, wo 90 Prozent der Bevölkerung Christen sind und die Hälfte der Bevölkerung unter 20 Jahre alt ist. Urame erwähnt, dass die Gottesdienste dort lebendiger sind, oft mit vielen Liedern und einer aktiven Beteiligung junger Menschen, was die kulturellen Unterschiede zwischen den beiden Ländern unterstreicht. Weitere Details zu seinen Ansichten finden Sie in einem Artikel auf Sonntagsblatt.

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Die Herausforderungen der Kirche in Papua-Neuguinea

Die Evangelisch-Lutherische Kirche von Papua-Neuguinea spielt eine zentrale Rolle im Leben vieler Menschen, und Urame sieht die Notwendigkeit, dass die Kirche sich ständig erneuert. Dies bedeutet, neue Formen von Gottesdiensten und die verständliche Vermittlung der Botschaft in der heutigen Kultur zu finden. Papua-Neuguinea leidet zudem unter der Ausbeutung von Bodenschätzen durch Großkonzerne, was nicht nur zu Umweltzerstörungen führt, sondern auch die lokale Bevölkerung in Armut hält. Urame kritisiert die Profitgier der großen Firmen, die nur an ihrem Gewinn interessiert sind, während der Reichtum ins Ausland fließt. Er fordert die Kirche auf, gegen diese Ungerechtigkeit aufzustehen und den Menschen in seiner Gemeinde Hoffnung zu geben.

Die ELC-PNG ist nicht nur eine bedeutende religiöse Institution, sondern auch eine aktive Kraft in der Gesellschaft. Sie ist Mitglied im Lutherischen Weltbund sowie im Nationalen Kirchenrat von Papua-Neuguinea und pflegt partnerschaftliche Beziehungen zu lutherischen Kirchen in Australien, Deutschland, den USA, West-Papua und den Philippinen. Der Sitz der Kirchenleitung befindet sich in Lae, wo auch zahlreiche kirchliche Einrichtungen und Programme zur Unterstützung der Bevölkerung angeboten werden. Informationen über die vielfältigen Aktivitäten der ELC-PNG finden Sie auf der Seite Mission EineWelt.

Insgesamt ist die Zusammenarbeit zwischen den evangelischen Kirchen in Bayern und Papua-Neuguinea ein starkes Zeichen der Solidarität und des Glaubens. Sie zeigt, wie wichtig der Austausch über kulturelle und geografische Grenzen hinweg ist, um den Herausforderungen der heutigen Zeit gemeinsam zu begegnen.