Die interkommunale Allianz ILE Südries-Kesseltal hat einen bedeutenden Schritt in ihrer Zusammenarbeit erreicht. Der Zusammenschluss besteht aus sieben Mitgliedsgemeinden: Amerdingen, Bissingen, Ederheim, Forheim, Hohenaltheim, Mönchsdeggingen und Reimlingen. Ziel der ILE ist es, Projekte über Gemeindegrenzen hinweg zu initiieren, um die Region als Lebens- und Wirtschaftsraum attraktiver zu gestalten. Zu diesem Zweck hat die ILE ein eigenes Regionalbudget für Kleinprojekte ausgeschrieben. Insgesamt gingen 48 Projektanträge von Vereinen, Privatpersonen und aus den Mitgliedsgemeinden bei der ILE ein, was die Auswahl der Projekte zu einer spannenden Herausforderung machte. Am 19. Februar tagte das Entscheidungsgremium, um die besten Projekte auszuwählen. Für die gesamte Region steht ein Budget von 75.000 € zur Verfügung, das sinnvoll eingesetzt werden soll, um die ländliche Entwicklung weiter voranzutreiben (Quelle).
Im nächsten Schritt wird die ILE Südries-Kesseltal im Jahr 2026 das Förderprogramm „Regionalbudget“ einführen. Projektanträge können ab dem 01. Dezember 2025 bis zum 31. Januar 2026 eingereicht werden. Dieses Programm fördert Kleinprojekte von Vereinen, Privatpersonen, Kleinstunternehmen, Kirchen oder Kommunen mit einem maximalen Budget von 20.000 EUR. Wichtig ist, dass Projekte einen Zuwendungsbedarf von mindestens 500 EUR aufweisen müssen, um gefördert zu werden. Der Fördersatz beträgt 80 % der zuwendungsfähigen Ausgaben, jedoch maximal 10.000 EUR pro Projekt. Zudem dürfen die Projekte noch nicht begonnen worden sein und müssen bis zum 20. September 2026 vollständig umgesetzt und abgerechnet werden. Zuwendungsempfänger sind verpflichtet, öffentlich auf die Herkunft der Fördermittel hinzuweisen. Für Beratungen und die Antragstellung steht die Gemeinde Mönchsdeggingen bereit, wobei Franziska Breiter, Annika Hiller und Philipp Kahl als Ansprechpartner zur Verfügung stehen (Quelle).
Förderung ländlicher Räume
Die Bedeutung der Förderung ländlicher Räume ist nicht zu unterschätzen. Der Bund unterstützt städtebauliche Maßnahmen durch verschiedene Programme, insbesondere das Förderprogramm „Kleinere Städte und Gemeinden – überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke“. Dieses Programm zielt darauf ab, gleichwertige Lebensverhältnisse in dünn besiedelten, ländlichen Gebieten zu sichern, die von Abwanderung oder demografischem Wandel betroffen sind. Klein- und Mittelstädte in ländlichen Räumen spielen eine entscheidende Rolle in der Daseinsvorsorge und tragen zur Behebung städtebaulicher Missstände sowie Funktionsverluste bei. Die Förderung umfasst Maßnahmen wie die Erarbeitung integrierter Entwicklungskonzepte, die Bildung strategischer Netzwerke zur überörtlichen Kooperation und Investitionen zur Revitalisierung von Stadt- und Ortskernen (Quelle).
Die ILE Südries-Kesseltal und das kommende Regionalbudget sind somit nicht nur ein Schritt in die richtige Richtung für die Region, sondern auch ein Teil eines größeren Ganzen, das darauf abzielt, die Lebensqualität in ländlichen Gebieten nachhaltig zu verbessern. Mit der Unterstützung von Bund und Ländern können die Gemeinden in der Region nun gezielte Projekte umsetzen, die sowohl der Gemeinschaft als auch der Umwelt zugutekommen.