Día de los Muertos: Mexikos Tradition erobert Ebersberg!

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Am 9. November erläutert Journalistin Áurea Enríquez den „Tag der Toten“ in Ebersberg – ein mexikanisches Fest zur Ehrung der Verstorbenen.

Am 9. November erläutert Journalistin Áurea Enríquez den „Tag der Toten“ in Ebersberg – ein mexikanisches Fest zur Ehrung der Verstorbenen.
Am 9. November erläutert Journalistin Áurea Enríquez den „Tag der Toten“ in Ebersberg – ein mexikanisches Fest zur Ehrung der Verstorbenen.

Día de los Muertos: Mexikos Tradition erobert Ebersberg!

In Ebersberg bei München wird am 9. November ein ganz besonderes Ereignis zelebriert: Áurea Enríquez, die seit fast 30 Jahren in Deutschland lebt, wird den traditionellen „Tag der Toten“ näherbringen. Dieser Feiertag, auch bekannt als „Día de los Muertos“, gehört zu den bedeutendsten Festlichkeiten in Mexiko und wird vom 31. Oktober bis 2. November gefeiert. Die Süddeutsche berichtet, dass die Vorbereitungen für einen solchen Anlass bereits Mitte Oktober beginnen, um die Seelen der Verstorbenen gebührend zu empfangen.

Enríquez hat in diesem Jahr erstmals einen Altar in ihrem Wohnzimmer errichtet, der auf die Traditionen des „Día de los Muertos“ basiert. An dem Altar finden sich Speisen, Getränke und Erinnerungsstücke, die für die verstorbenen Angehörigen bestimmt sind. Typische Symbole des Feiertags sind unter anderem Calaveras – die berühmten Zuckerschädel, die nicht nur als süßes Naschwerk, sondern auch als Dekoration genutzt werden. Diese Elemente verleihen dem Fest eine fröhliche, aber respektvolle Atmosphäre, wenn die Seelen der Verstorbenen in der Nacht vom 1. auf den 2. November zurückkehren, um mit ihren Familien zu feiern.

Ein Fest voller Traditionen

Der „Tag der Toten“ hat seine Wurzeln in den alten Bräuchen der Azteken, die den Geistern ihrer Ahnen einen besonderen Platz einräumten. Diese Tradition wurde durch die spanischen Missionare beeinflusst, die einen Versuch unternahmen, das Fest abzuschaffen. Stattdessen kam es zu einer Vermischung mit dem Hochfest Allerheiligen. Heutzutage wird der Feiertag als Volksfest gefeiert, bei dem Straßen und Geschäfte mit bunten Blumen, Totenköpfen und Bildern der Calavera Catrina dekoriert sind. Wikipedia hebt hervor, dass die Cempasúchil, eine leuchtend orangefarbene Blume, als Wegweiser für die Verstorbenen gilt.

Ein weiteres Highlight des Feiern ist das gemeinsame Essen und Trinken auf den Friedhöfen, wo die Lebenden und die Toten zusammenkommen. Bei dieser Gelegenheit werden nicht nur Erinnerungen wachgerufen, sondern auch die kulturelle Identität Mexikos gefeiert. Die Feierlichkeiten enden um Mitternacht, wenn die Seelen der Toten ins Jenseits zurückkehren.

Droht die kulturelle Vermischung?

Trotz der Relevanz des „Día de los Muertos“ steht dieser traditionelle Feiertag in Konkurrenz zu den Bräuchen des kommerziellen Halloween, das aus Nordamerika importiert wurde. Dies hat dazu geführt, dass die traditionellen Feierlichkeiten immer mehr bedroht sind. Umso wichtiger ist es, das Bewusstsein für die kulturellen Hintergründe zu schärfen und die Gemeinschaft in Ebersberg zu animieren, Teil dieser farbenfrohen Tradition zu werden. SpanishDict erinnert daran, dass „día“ der spanische Begriff für „Tag“ ist, was die Bedeutung dieses besonderen Festes unterstreicht.

Am 9. November wird sich zeigen, wie wichtig es ist, solche Traditionen in der heutigen Zeit zu bewahren und das Wissen über sie weiterzugeben. Der „Tag der Toten“ bietet nicht nur eine Möglichkeit, sich zu erinnern, sondern auch, um die lebendige Kultur Mexikos zu feiern, die durch ihre Symbole und Bräuche ein Stück Identität bewahrt.