In Vaterstetten wird heute ein ganz besonderes Ereignis gefeiert: Brigitte und Günter Jantos blicken stolz auf 65 Jahre Ehe zurück und zelebrieren zudem Günters 95. Geburtstag. Die beiden lernten sich 1960 beim Polizeiball kennen, was nicht gerade der Beginn einer turtelnden Romanze war. „Es war keine Liebe auf den ersten Blick“, erinnert sich das Paar lebhaft. Günter, ein gebürtiger Oberschlesier, hat mit seiner Familie über verschiedene Stationen in Deutschland den Weg nach München gefunden und dort als Maurergeselle gearbeitet. Er wollte ursprünglich einen Faschingsball besuchen, aber das Schicksal führte ihn an diesen feierlichen Abend zu Brigitte, wo sich langsam eine tiefe Verbindung entwickelte. Führt das etwa zu einer unverhofften Veränderung im Leben?

Die Heiratspläne waren anfangs nicht auf dem Tisch. Brigitte, die Münchnerin, war anfangs skeptisch gegenüber dem Gedanken, den Bund fürs Leben zu schließen. Dennoch heirateten die beiden 1961 im Standesamt am Mariahilfplatz, um gemeinsam in ihrem selbstgebauten Haus in Vaterstetten leben zu können. Brigitte trug an ihrem großen Tag ein schwarzes Kleid, da sie wenig Geld für den Hausbau ausgeben wollten und außerdem ihren Opa kürzlich verloren hatte.

Ein bewegtes Leben

Nach der Hochzeit begann das Paar, sich in ihrem neuen Zuhause einzuleben. Günter machte rasch Karriere: Er legte seine Meister- und Ingenieursprüfung ab, wurde Geschäftsführer einer Baufirma und war schließlich auch im Landratsamt München tätig. Brigitte hingegen arbeitete im Büro und war für ihre Familie da. „Wir hatten wenig Zeit für Hobbys“, blickt sie zurück, „aber wir haben die Zeit beim Bergsteigen und Reisen sehr genossen.“ In den letzten Jahren haben die beiden jedoch aus gesundheitlichen Gründen das Reisen einstellen müssen und erfreuen sich nun daran, Zeit in ihrem schönen Garten zu verbringen.

„Ein Rezept für unsere lange Ehe haben wir nicht“, betont Günter lächelnd. Sie heben hervor, dass sie nie ernsthaft gestritten haben. Für Günter zählt die Harmonie in der Beziehung, während Brigitte die Rücksichtnahme ihres Mannes besonders schätzt. Diese wertvolle Einstellung und das Miteinander haben sie über die Jahrzehnte getragen, was die Eiserne Hochzeit zu einem Erlebnis der Dankbarkeit und des Feierns macht.

Besondere Momente der Erinnerung

Die Eiserne Hochzeit, der 65. Hochzeitstag, wird oft mit besonderen Ritualen und der Aufführung besinnlicher Gedichte gewürdigt. Worte wie „Die Liebe, die uns eint“ oder „Das Band der Liebe“ beschreiben das Fest der unerschütterlichen Verbindung und all der gemeinsamen Erlebnisse. Solche Gedichte drücken nicht nur Emotionen aus, sondern auch die Stärke dieser Ehe, die durch Höhen und Tiefen gemeinsam gegangen ist. Jeder, der das Glück hat, an solchen Feierlichkeiten teilzunehmen, weiß um die besondere Bedeutung dieser Errungenschaft, die sie alle eingeladen hat, innezuhalten und zu würdigen, was Liebe bedeutet.

Das Beispiel von Brigitte und Günter Jantos zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie tiefgewurzelt die Liebe wachsen kann. Ihre Geschichte ist nicht nur ein Blick zurück auf 65 Jahre voller Lebensweisheiten, sondern auch eine Inspiration für viele Paare. Es gilt, die Liebe und Verbundenheit zu feiern, die ein ganzes Leben lang Bestand hat, so wie es auch die Veranstaltungen zur Eiserne Hochzeit versprechen.

Feierlichkeiten wie die von Jantos sind zu einer wunderschönen Tradition geworden, um ein Leben der Gemeinschaft, der Hilfe und der tiefen Zuneigung zu ehren. Liebe muss gefeiert werden, und sie bleibt ein zentraler Teil unseres Lebens. Merkur und weiteren Quellen Rheinpfalz Gedichte Seele laden uns ein, mehr darüber nachzudenken.