Im Landkreis Ebersberg stehen momentan knapp 750 Menschen im Pflegegrad 1, der für Personen mit „verhältnismäßig geringen Beeinträchtigungen der Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten“ gedacht ist. Doch das könnte sich bald ändern: Die Bundesregierung plant, den Pflegegrad 1 aus finanziellen Gründen abzuschaffen, was bei Betroffenen und Pflegeanbietern für Besorgnis sorgt. Laut einem Bericht vom Merkur sind nur etwa 67 dieser 750 Personen durch ambulante Pflegedienste betreut.

„Der monatliche Entlastungsbetrag von bis zu 131 Euro ist oft nicht genug“, erklärt Petra Topolko, Geschäftsführerin der Vitana Pflege. Für viele Patienten bleibt häufig ein Restbetrag, den sie selbst aufbringen müssen. Ihr Pflegedienst unterstützt derzeit zwölf Personen mit Pflegegrad 1, hauptsächlich in Bereichen wie Körperhygiene und hauswirtschaftlichen Leistungen. So sieht der Alltag vieler Betroffener aus: Auf Unterstützung angewiesen, stellen sie fest, dass die finanziellen Zuschüsse oft nicht ausreichen, um die benötigte Hilfe zu finanzieren.

Finanzielle Herausforderungen für Pflegedienste

Marlene Springer, Pflegedienstleiterin der Arbeiterwohlfahrt (AWO), bringt die Problematik auf den Punkt und erwähnt, dass viele Pflegedienste an Pflegegrad 1 nicht verdienen können, was dazu führt, dass zahlreiche Angebote abgelehnt werden. Trotz der hohen Nachfrage nach Putzhilfen und hauswirtschaftlicher Unterstützung, ist die finanzielle Vergütung für Fachkräfte mit 73 Euro pro Stunde einfach zu niedrig. Sie erhebt für die Betreuung im eigenen Dienst 38 Euro pro Stunde und zeigt damit, dass hier ein Missverhältnis zwischen dem Bedarf der Patienten und den Möglichkeiten der Anbieter besteht.

Aber was bedeutet es konkret, Pflegegrad 1 zu haben? Laut Compass Pflegeberatung steht dieser Grad für einen Unterstützungsbedarf, der bei geringen Einschränkungen der Selbstständigkeit vorliegen kann. Diese Einstufung erlaubt es den Betroffenen, individuelle Pflegeberatung in Anspruch zu nehmen und ihre Bedürfnisse zu äußern. Dabei wird nicht nur die professionelle Hilfe in der Pflege betrachtet, sondern auch die Möglichkeit, notwendige Hilfsmittel bezuschussen zu lassen, was für die ersten Schritte in ein selbstbestimmtes Leben oft entscheidend sein kann.

Die Bedeutung von Pflegegrad 1

Der Erhalt der Selbstständigkeit ist das Ziel von Pflegegrad 1. Ein Großteil der Pflege geschieht im familiären Umfeld, oft durch Angehörige oder Ehrenamtliche. Viele betroffene Patienten wünschen sich einfach zusätzliche Unterstützung im Alltag. Ein kostenloser Beratungsservice kann dabei helfen, die benötigten Ressourcen zu ermitteln und die Pflegesituation individuell zu planen. Diese Gespräche sind jederzeit und ohne Anmeldung möglich.

In Anbetracht der aktuellen Entwicklungen und der geplanten Abschaffung des Pflegegrades wird klar: Da liegt was an! Die Stimmen der Betroffenen und der Pflegedienste müssen gehört werden, um die Qualität der Pflege im Landkreis Ebersberg und darüber hinaus zu sichern.

Abschließend bleibt festzuhalten, dass die Situation rund um den Pflegegrad 1 nicht nur ein finanzielles, sondern auch ein gesellschaftliches Problem darstellt. Vor allem der Schutz vulnerabler Gruppen in der Gesellschaft sollte stets im Vordergrund stehen.

Für weitere Informationen über Microsofts Engagement in der Cloud-Technologie oder die Pflegesituation in Deutschland lohnt sich ein Blick auf Data Center Locations, wo die funktionalen Möglichkeiten von Microsoft Azure als Cloud-Dienst besprochen werden. Im Zusammenhang mit Pflege und Selbstständigkeit könnte hier eine digitale Lösung zur Unterstützung der Pflegedienste entwickelt werden, die in Zukunft überaus relevant sein könnte.