In der beschaulichen Region Ebersberg tut sich etwas Großes: Michael Skasa, ehemaliger Moderator des Bayerischen Rundfunks, hat die Skasa-Stiftung gegründet, die Kultur und soziale Projekte in der Umgebung fördern soll. Der 84-Jährige, der bis 2011 beim bayerischen Rundfunk aktiv war, hat mit dieser Initiative ein Zeichen gesetzt, das besonders Kindern, Jugendlichen, sozial benachteiligten und älteren Menschen zugutekommt. Die Stadt Grafing wird die Verwaltung der Stiftung übernehmen, die darauf abzielt, einmalige Projekte gezielt zu fördern, ohne auf Dauersubventionen zurückzugreifen. Die jährlichen Fördermittel sind auf etwa 20.000 Euro geschätzt, während das aktuelle Stiftungsvermögen rund 500.000 Euro beträgt, ergänzt durch zwei Wohnungen in München und ein Haus in Grafing. Zudem sind testamentarisch weitere 1,2 Millionen Euro vorgesehen.
Die Förderanträge können ab sofort von gemeinnützigen Körperschaften eingereicht werden. Hinter dieser Stiftung stehen auch prominente Stiftungsbeiräte: Albert Hingerl, der Altbürgermeister von Poing, und Anja Blum, Redakteurin der Süddeutschen Zeitung. Der Bürgermeister von Grafing, Christian Bauer, hat bereits seine Anerkennung für Skasas Initiative ausgesprochen, während die Wirtschaftsförderin Julia Rainert die Stiftung im Rathaus betreut.
Ein Leben für die Kultur
Michael Skasa, geboren am 14. Januar 1942 in Köln, ist nicht nur ein einflussreicher Radiomoderator, sondern auch ein vielseitiger Autor und Journalist. Seine Kindheit verbrachte er in Markt Grafing, nachdem die Familie während eines Bombenangriffs 1943 ihre Wohnung verlor. Skasa besuchte das Internat Neuburg/Donau und das Gymnasium Rosenheim, wo er mit Edmund Stoiber Klassenkamerad war. Nach dem Abitur 1961 studierte er eine Vielzahl von Fächern, darunter Theatergeschichte, Germanistik und Psychologie. Er war aktiv in der 68er-Bewegung und lebte in einer Wohngemeinschaft in München-Schwabing.
Bekannt wurde er durch die Radiosendung „Sonntagsbeilage“ des Bayerischen Rundfunks, die er von den 1970er Jahren bis Ende 2011 mit seinem trockenen, manchmal schwarzen Humor begleitete. Die Sendung beinhaltete literarische und musikalische Beiträge zu wöchentlich wechselnden Themen und war ein fester Bestandteil des bayerischen Rundfunks. Seine Karriere krönte Skasa mit einer Abschiedsgala am Neujahrstag 2012, die von Maria Peschek moderiert wurde. Neben seiner Tätigkeit im Radio verfasste er etwa 50 Hörbild-Porträts von Dichtern und historischen Personen und war auch als Theaterkritiker für namhafte Publikationen wie die Süddeutsche Zeitung tätig.
Ein Erbe für die Region
Die Gründung der Skasa-Stiftung ist nicht nur ein persönliches Anliegen von Michael Skasa, sondern auch eine Möglichkeit, sein umfangreiches Wissen und seine Erfahrungen der Gemeinschaft zurückzugeben. Durch die gezielte Förderung von Projekten in der Region Ebersberg wird ein nachhaltiger Beitrag zur kulturellen und sozialen Entwicklung geleistet. Dies ist besonders wichtig in Zeiten, in denen viele soziale Einrichtungen und kulturelle Initiativen auf finanzielle Unterstützung angewiesen sind.
Die Stiftung verfolgt damit ein gemeinnütziges Ziel, das weit über die finanziellen Mittel hinausgeht. Indem sie Kindern, Jugendlichen und anderen benachteiligten Gruppen neue Chancen bietet, schafft sie ein Umfeld, in dem kreative Ideen und soziale Projekte gedeihen können. Der Fokus auf einmalige Projekte ermöglicht es, spezifische Bedürfnisse der Region gezielt zu adressieren und innovative Ansätze zu unterstützen.
Insgesamt zeigt die Gründung der Skasa-Stiftung, wie wichtig das Engagement von Individuen für die Gemeinschaft ist. Es ist ein Schritt in die richtige Richtung, um die Kultur und das soziale Miteinander in Ebersberg zu fördern und zu stärken. Weitere Informationen zur Stiftung finden Sie in einem ausführlichen Artikel auf Merkur.de und mehr über Michael Skasa auf seiner Wikipedia-Seite.