Am vergangenen Dienstag fand im Feuerwehrhaus Gammersfeld eine Informationsveranstaltung zur Amphibien-Kartierung rund um Wellheim statt. Die Veranstaltung, die große Aufmerksamkeit erregte, diente dazu, die bereits umgesetzten und geplanten Maßnahmen zum Schutz von Amphibien und ihren Lebensräumen zu präsentieren. Donaukurier berichtete, dass der Naturpark Altmühltal (Südliche Frankenalb) nicht nur die Landschaft schützen, sondern auch als Erholungsraum gestalten möchte.

Die Biologin Carolin Stoll hat in den Jahren 2024 und 2025 insgesamt 40 Gewässer in Wellheim und angrenzenden Gemeinden kartiert. Zu den untersuchten Amphibienarten gehören unter anderem die Gelbbauchunke, der Laubfrosch, der Springfrosch und der Kammmolch. Die Ergebnisse zeigten, dass der Springfrosch recht häufig anzutreffen ist, während der Kammmolch nur an drei isolierten Biotopen festgestellt wurde. Gelbbauchunken fanden sich in vier feuchteren Arealen rund um Wellheim.

Die Herausforderungen der Amphibien

Leider ist die Situation für viele Gewässer im Region nicht rosig: Viele trocknen zu früh aus und verlanden, was ihre Funktion als Lebensraum erheblich einschränkt. Um diesem Trend entgegenzuwirken, hat Biologin Stoll konkrete Vorschläge zur Verbesserung und Erhaltung der Biotope gemacht. Christoph Würflein, Geschäftsführer des Naturpark Altmühltal, betonte die Notwendigkeit, die Ergebnisse der Kartierung umzusetzen und dafür ein breites Netzwerk zu schaffen.

Um den Schutz der Amphibien weiter voranzutreiben, wurde eine enge Zusammenarbeit zwischen Ortskennern, Naturschutzbehörden, Landschaftspflegeverbänden, Revierförstern und privaten Eigentümern befürwortet. Zur aktiven Besprechung der Ergebnisse und um Maßnahmen zu erörtern, sind jährlich Runden Tische angesetzt.

Konkrete Maßnahmen zum Schutz

Die Umsetzung dieser Ideen zeigt bereits erste Früchte. So planen die Bayerischen Staatsforsten die Freistellung und Entlandung von zwei Gewässern. Zudem berichtet die untere Naturschutzbehörde Eichstätt von durchgeführten Entbuschungen und der Pflege von Gewässern im Rahmen von Ausgleichsmaßnahmen. Ein besonderes Augenmerk liegt auch auf dem Dorfweiher in Aicha, der von der Gemeinde Wellheim gepflegt wird und in dem zahlreiche Amphibienarten gefunden wurden.

Die Zusammenarbeit zwischen Kommunen, Landschaftspflegeverbänden, dem Bund Naturschutz, der Forstwirtschaft, dem Naturpark und Privatpersonen ist herzstück für die Sicherung der Lebensräume von Amphibien. Es wird deutlich, dass hier alle gemeinsam ein gutes Händchen haben müssen, um die vielfältigen Lebensräume für die Amphibien langfristig zu bewahren.