In Torgelow, Landkreis Vorpommern-Greifswald, ist eine interessante Geschichte am Entstehen: Thomas „Eichi“ Eichstätt hat sich ganz dem Ehrenamt verschrieben. Er trainiert Geflüchtete und Menschen mit Migrationshintergrund in einer ganz besonderen Fußballmannschaft namens „FC Pio“. Während die Spieler mit Herausforderungen wie Jobsuche und Akzeptanz kämpfen, bietet Eichi ihnen nicht nur sportliche, sondern auch menschliche Unterstützung. Die Idee des Ehrenamts, das oft ohne Einkunft, aber mit viel Einsatz für das Gemeinwohl erfolgt, wird hier in besten Farben lebendig. Wikipedia erklärt, wie das Ehrenamt funktioniert.
Eichi selbst hat eine bewegte Vergangenheit: Der große Mann mit Glatze und Tattoos hat früher in einer rechtsextremen Szene gelebt. Doch vor einigen Jahren hat er einen radikalen Lebenswandel vollzogen und sich aus dieser gewalttätigen und intoleranten Welt verabschiedet. Mit der Gründung des „FC Pio“ setzt er nun auf Zusammenhalt und Gemeinschaft, nicht nur auf dem Platz, sondern darüber hinaus.
Ein Film über Menschlichkeit und Integration
Die Regisseurin Loraine Blumenthal hat die spannende Arbeit von Eichi und den Spielern in ihrem Dokumentarfilm „Im Osten was Neues“ festgehalten. Der Film zeigt eindrucksvoll, wie Fußball als Medium dient, um persönliche Nähe und Zusammengehörigkeit zu fördern. Mit einem deutsch-ghanaischen Hintergrund und aufgewachsen in Altentreptow, Mecklenburg-Vorpommern, bringt Blumenthal eine einzigartige Perspektive in ihr Werk ein. Der Dokumentarfilm wird ab dem 13. November 2025 in den Kinos zu sehen sein, und es lohnt sich, ihm einen Besuch abzustatten.
Die Arbeit des „FC Pio“ und Eichis ehrenamtliches Engagement sind ein echtes Vorbild. Ehrenamtliche Tätigkeiten tragen nicht nur zur Integration von Geflüchteten bei, sondern bieten auch den Helfern eine wertvolle Erfahrung und die Möglichkeit, sich in die Gesellschaft einzubringen. Diese Art von freiwilliger Arbeit hat in Deutschland einen hohen Stellenwert. Schätzungen zufolge engagiert sich jeder dritte Bürger ehrenamtlich – das sind zwischen 15 und 24 Millionen Menschen, die ihr Tun für das Gemeinwohl einsetzen. Diese Zahl zeigt, wie wichtig und unverzichtbar das Ehrenamt in vielen Bereichen des Lebens ist.
Gemeinsam stark durch Herausforderungen
Eichis Geschichte und die seines Teams sind ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie Ehrenamtliche in der Gesellschaft wirken können. Sie bringen nicht nur ihre Zeit ein, sondern auch ihre Überzeugung und ihre Lebensgeschichte. Und das ist oft wirkungsvoller als man denkt. Ehrenamtliche in Deutschland stehen nicht nur für einen sozialen Wert, der schwer zu quantifizieren ist, sondern auch für ein Zeichen der Hoffnung und des Miteinanders.
Wenn Sie mehr über diese bewegende Geschichte erfahren möchten, schauen Sie sich unbedingt „Im Osten was Neues“ an, das bald in den Kinos startet. Einflussreiche Filme wie dieser machen deutlich, dass hinter jeder Ballberührung auch eine Lebensgeschichte steckt – und in diesem Fall eine, die Hoffnung und Zusammenhalt verspricht.