Am Freitag, den 18. Juli 2025, wird in der Schutzengelkirche in Eichstätt der „Tag der Diakonin“ des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB) gefeiert. Auch dieses Jahr steht die Veranstaltung ganz im Zeichen der bedeutenden Rolle von Maria Magdalena für die Kirche der Gegenwart. Wie das Bistum Eichstätt berichtet, beginnt der Abend um 18 Uhr mit einem Wortgottesdienst, der von der Pastoralreferentin Barbara Ulrich und dem Diakon Dr. Anselm Blumberg vorbereitet wird. Ab 19 Uhr folgt ein Vortrag der Geistlichen Beirätin des KDFB-Bundesverbands, Dorothee Sandherr-Klemp, im Bischöflichen Seminar.

In ihrem Vortrag wird Sandherr-Klemp zentrale Fragen zur Person Maria Magdalenas und ihrer Bedeutung thematisieren. Die Zuhörer:innen können sich auf eine spannende Auseinandersetzung mit der Umdeutungs- und Entmächtigungsgeschichte freuen. Es wird auf den Unterschied zwischen der Darstellung in der Kunstgeschichte und der biblischen Rolle der heiligen Maria Magdalena eingegangen. Der KDFB veranstaltet den „Tag der Diakonin“ seit nunmehr 1998. Interessierte sind herzlich eingeladen, die gebührenfreie Veranstaltung zu besuchen. Eine Anmeldung ist erforderlich und kann telefonisch unter (08421) 50-673 oder per E-Mail an info@frauenbund-eichstaett.de erfolgen.

Frauen in der Kirche – Ein wichtiges Thema

Eine zentrale Botschaft, die sich durch den „Tag der Diakonin“ zieht, ist die unaufhaltsame Rolle von Frauen in der Kirche und Gesellschaft. Laut dem kfd-lv-oldenburg sind Frauen bereit, Verantwortung zu übernehmen und leben diakonisch in Kirche und Welt. Die Herausforderungen bleiben jedoch groß, denn der Zugang zu Weiheämtern bleibt ihnen verwehrt. Daher wird immer wieder gefordert, die Vielfalt der Berufungen in der Kirche anzuerkennen und eine geschwisterliche, glaubwürdige Kirche zu schaffen, die allen Menschen, unabhängig vom Geschlecht, die Möglichkeit bietet, Dienste und Ämter zu übernehmen.

Besonders wichtig ist der Aufruf zu einem zentralen, bundesweiten Gottesdienst, der am Dienstag, den 29. April 2025, zwischen 15:00 und 18:30 Uhr auf dem Roncalli-Platz in Köln stattfinden wird. Die Anmeldung für diese Veranstaltung erfolgt über kfd.de/tag-der-diakonin. Die Stimme für Veränderung wird immer lauter – Frauen möchten ihren Platz in der Kirche einnehmen und gleichberechtigt wirken.

Maria Magdalena als Vorbild

Maria Magdalena, oft als die Apostelin der Apostel bezeichnet, spielt eine entscheidende Rolle in der katholischen Kirche. Laut der KDFB-Präsidentin Maria Flachsbarth ist sie nicht nur Glaubenszeugin, sondern auch ein Symbol für aktives Handeln und Standhalten in Krisen. Ihr mutiges Verhalten und die Treue zu Jesus und seiner Botschaft sollten Inspiration für viele sein. Flachsbarth hebt hervor, dass es wichtig ist, gerade in Zeiten der Kirchenkrise auf die biblischen Anfänge zu schauen, um die Verantwortung für eine geschwisterliche Kirche und die Gleichberechtigung der Geschlechter zu fördern. Die Entwicklungen, wie die Berufung von Frauen in das Dikasterium für die Bischofswahl durch Papst Franziskus, sind Schritte in die richtige Richtung.

Mit den Feierlichkeiten und Diskussionen rund um den „Tag der Diakonin“ wird deutlich: Die Stimme der Frauen wird gehört, und es ist an der Zeit, die Grundlagen der Kirche neu zu überdenken. Dank der unermüdlichen Arbeit von Organisationen wie dem KDFB wird die Vision einer inklusiven Kirche greifbarer. Der Dialog muss weitergehen – für eine ehrliche, offene und geschwisterliche Gemeinschaft in der Kirche.