Erdinger Passion 2026: Seeholzer dreht die Zeit zurück mit neuem Plakat!

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Im Frühjahr 2026 bringt die Pfarrgemeinde St. Johannes die Erdinger Passion auf die Bühne, unter der Regie von Harry Seeholzer.

Im Frühjahr 2026 bringt die Pfarrgemeinde St. Johannes die Erdinger Passion auf die Bühne, unter der Regie von Harry Seeholzer.
Im Frühjahr 2026 bringt die Pfarrgemeinde St. Johannes die Erdinger Passion auf die Bühne, unter der Regie von Harry Seeholzer.

Erdinger Passion 2026: Seeholzer dreht die Zeit zurück mit neuem Plakat!

In der beschaulichen Stadt Erding steht im Frühjahr 2026 ein ganz besonderes Ereignis an: die Erdinger Passion. Die Pfarrgemeinde St. Johannes und die Volksspielgruppe Altenerding laden die Bevölkerung herzlich zu diesem berührenden Stück ein, das nicht nur die biblische Geschichte, sondern auch die Gemeinschaft in Erding feiert. Die Proben für das Spektakel laufen bereits auf Hochtouren und versprechen spannende Einblicke in die moderne Interpretation der Passion.

Ein Highlight der Aufführung wird Harry Seeholzer sein, der Erster Bürgermeister von Erding. Er schlüpft in die Rolle des ungläubigen Thomas und hat dazu sogar ein eigenes Bild zum Thema Passion geschaffen, das von einem anonymen Spender gekauft und der Kirchengemeinde überlassen wurde. Dieses Kunstmotiv ziert das Ankündigungsplakat, das von Michael Lang, einem Grafiker aus Langengeisling, gestaltet wurde. „Ehrt mich, dass Sie mich dabei haben wollen“, äußerte sich Seeholzer dankbar über sein Engagement in der Zeit der Proben.

Ein moderner Bezug zur Passion

Das Stück, umgeschrieben von Renate Eßbaumer, zielt darauf ab, den Zuschauer:innen einen zeitgemäßen Zugang zur klassischen Erzählung zu ermöglichen. Insgesamt werden rund 50 Personen an den Passionsspielen mitwirken, die am Karfreitag sowie an drei Freitagabenden stattfinden. Dabei sind die einzelnen Teile der Passionsgeschichte in den Wortgottesdiensten der Stadtpfarrkirche eingebettet, was dem Ganzen einen feierlichen Rahmen verleiht.

Die Kirchenverwaltung zeigt sich ebenfalls unterstützend und stellt für die Umsetzung des Projekts großzügige 2000 Euro zur Verfügung. Die Idee für die Aufführungen stammt von Pfarrer Martin Garmaier, der mit seiner Vision den Grundstein für dieses kulturelle Highlight gelegt hat.

Ein Blick über die Grenzen

Die Tradition von Passionsspielen ist in Deutschland und darüber hinaus tief verwurzelt. Ein bekanntes Beispiel sind die Oberammergauer Passionsspiele, die seit 1634 alle zehn Jahre in Bayern aufgeführt werden. Die Dorfbewohner legten damals einen Schwur ab, ihre Tradition aufrechtzuerhalten, nachdem sie von der Pest verschont blieben. Seitdem zieht dieses monumentale Ereignis Besucher aus aller Welt an und bietet eine beeindruckende Inszenierung der letzten Tage Jesu. Jährlich strömen zwischen 420.000 und 530.000 Menschen in das kleine Dorf, um die Darbietung zu erleben.

Die Oberammergauer Aufführungen haben allerdings auch mit Herausforderungen zu kämpfen gehabt – Kritiken an antisemitischen Elementen führten insbesondere nach dem Zweiten Weltkrieg zu tiefgreifenden Änderungen und einem verstärkten Dialog mit jüdischen Organisationen.

Die Erdinger Passion, wenn auch in einem anderen Rahmen, spiegelt den Wunsch vieler Gemeinden wider, durch die Kunst nicht nur Glauben, sondern auch Gemeinschaft zu fördern. Es bleibt spannend zu sehen, wie die Erdinger die biblische Geschichte im modernen Gewand auf die Bühne bringen werden und welche Emotionen dies bei den Zuschauer:innen hervorrufen wird.

Die Aufführungen der Erdinger Passion sind ein Zeichen, dass Tradition und Moderne Hand in Hand gehen können – und die Vorfreude auf das Stück wächst in der Stadt.