Im Landkreis Erlangen-Höchstadt macht sich eine neue finanzielle Realität bemerkbar. Im Jahr 2025 wird der kommunale Finanzausgleich in Bayern um über fünf Prozent angehoben, was insgesamt fast 12 Milliarden Euro ausmacht. Doch während viele Kommunen von dieser Erhöhung profitieren, blicken einige Städte, darunter Erlangen und Höchstadt, besorgt in die Zukunft. Denn erstmals seit Jahren sinken hier die Schlüsselzuweisungen, das berichtet der Fränkische Tag.
Dieser Finanzausgleich ist besonders entscheidend für Gemeinden mit schwächeren eigenen Steuereinnahmen. Die Schlüsselzuweisungen machen den größten Einzelposten des kommunalen Finanzausgleichs aus und verteilen sich auf etwa 4,85 Milliarden Euro für alle bayerischen Kommunen. Ca. 3,10 Milliarden Euro gehen an die Gemeinden, während die Landkreise etwa 1,75 Milliarden Euro erhalten, wie die BR berichtet.
Herausforderungen für Erlangen und Höchstadt
Mit der sinkenden Zuweisung sehen sich die betroffenen Kommunen mit einer angespannten Finanzlage konfrontiert, die Investitionen in wichtige Bereiche wie Klimamaßnahmen und die Integration von Flüchtlingen erschwert. Die lokalen Politiker sind besorgt, dass diese Entwicklung die Handlungsfähigkeit der Städte langfristig einschränken könnte.
Besonders auffällig ist die Verteilung dieser Gelder in den verschiedenen Regionen Oberfrankens, Unterfrankens und darüber hinaus. Während beispielsweise die Stadt Bamberg im kommenden Jahr mit 45,5 Millionen Euro eine beachtliche Erhöhung erhält, blicken andere Städte wie Erlangen und Höchstadt auf eine ungewisse finanzielle Zukunft. Wer mit offenen Augen durch den Landkreis fährt, merkt schnell, dass hier „ein gutes Händchen“ für die finanziellen Bedürfnisse gebraucht wird.
Die große Verteilung in Bayern
Der Freistaat Bayern hat sich für 2025 insgesamt 12 Milliarden Euro im Rahmen des kommunalen Finanzausgleichs auf die Fahnen geschrieben. Das sind gut 600 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Trotz zurückgehender Steuerprognosen werden diese Zuweisungen als zentrale Einnahmequelle für die Kommunen gesehen und spielen eine wesentliche Rolle dabei, die Unterschiede in der Steuerkraft auszugleichen, ferner wird die finanzielle Leistungsfähigkeit gestärkt, wie Bayern.de berichtet.
Die Verteilung dieser Mittel zeigt einmal mehr, wie unterschiedlich die Bedürfnisse und die finanzielle Lage der bayerischen Kommunen sind. Während Städte in Oberfranken und Unterfranken mit teils erheblichem Plus aufwarten können, schwebt über Erlangen und Höchstadt das Damoklesschwert sinkender Mittel. Klar ist: Da liegt noch viel Arbeit vor den Entscheidungsträgern, um die nachhaltige Entwicklung der Region zu sichern.