Heute ist der 5.03.2026 und in Deutschland finden derzeit zahlreiche Demonstrationen gegen Rechtsextremismus, Hass, Antisemitismus und Hetze statt. Diese Proteste sind Teil einer breiteren Bewegung im Vorfeld der Landtagswahlen in mehreren Bundesländern, die in diesem Monat und im September stattfinden. In Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern sowie in Berlin sind die Wählerinnen und Wähler aufgerufen, ihre Stimme abzugeben, und die öffentliche Mobilisierung gegen die AfD hat in den letzten Wochen erheblich zugenommen. Ein starkes Zeichen für Demokratie, Vielfalt und den Schutz der Verfassung soll gesetzt werden.
Die Demonstrationen sind nicht nur auf die bevorstehenden Wahlen ausgerichtet, sondern reflektieren auch eine breitere gesellschaftliche Besorgnis über die steigenden Umfragewerte der AfD, die aktuell bundesweit bei 26% und in Ostdeutschland sogar bis zu 40% liegen. Die Protestwelle, die bereits 2024 begann, wurde durch Enthüllungen über geheime Treffen der AfD in Potsdam angestoßen und hat sich seither in vielen Städten manifestiert. In diesem Zusammenhang sind auch Online-Events und Workshops geplant, um auf die Gefahren von Rechtsextremismus aufmerksam zu machen.
Aktuelle Demonstrationstermine
Die geplanten Veranstaltungen sind vielfältig und umfassen Workshops, Lesungen, Gesprächsrunden und Vorträge in verschiedenen Bundesländern. In Baden-Württemberg sind für den 1. März beispielsweise mehrere Demos angesetzt, darunter „Kein Dialog mit Rechtsextremen!“ in Heidenheim und „Demokratie bewahren“ in Hockenheim. Am 5. März sind in Rottweil ein breites Bündnis gegen den AfD-Wahlkampfabschluss sowie weitere Treffen in Freiburg und Stuttgart geplant.
In Bayern finden am 1. März unter anderem die Aktionen „Wir sind das Stadtbild“ in Germering und „Kein Platz der AfD!“ in Augsburg statt. Auch in Berlin sind mehrere Demos im Gange, wie „Nächster Halt: Sonntag!“ am Bebelplatz und „Blankenburg für Demokratie und Menschlichkeit“ in der Evangelischen Kirche Blankenburg. Die Proteste in Städten wie Dortmund, wo Tausende gegen einen Empfang der AfD im Rathaus demonstrierten, zeigen, dass der Widerstand gegen Rechtsextremismus ungebrochen ist.
Hintergründe und Organisatoren
Die Organisatoren der Anti-AfD-Demonstrationen sind vielfältig und umfassen Gruppen wie den DGB, ver.di, Aufstehen gegen Rassismus, Omas gegen Rechts und lokale Bündnisse. Diese Gruppen mobilisieren nicht nur für die Straßenproteste, sondern auch für kreative Aktionen und digitale Vernetzung, um die Anliegen gegen Rechtsextremismus weiterzutragen. Ein besonderes Augenmerk liegt derzeit auch auf den anstehenden Wahlen und der möglichen rechtsextremen Regierungsbeteiligung in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern.
Die Mehrheit der Demonstrationen verläuft friedlich, doch die Sorgen über eine mögliche Änderung der politischen Landschaft in Deutschland sind spürbar. Kritiker der Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz äußern Bedenken, insbesondere in Bezug auf Abstimmungen mit AfD-Stimmen, was die Protestbewegung weiter anheizt.
Ein Blick in die Zukunft
Die Demonstrationen im März 2026 sind Teil eines größeren gesellschaftlichen Engagements, das bereits im Januar 2025 mit über 60 Städten, darunter Köln, große Wellen schlug. Damals versammelten sich zehntausende Menschen, um ein klares Zeichen gegen den Rechtsruck in Deutschland zu setzen. Angesichts der aktuellen politischen Situation und der bevorstehenden Wahlen bleibt abzuwarten, welche Auswirkungen die Proteste auf die Wählerinnen und Wähler haben werden und ob sie zu einem starken Ausdruck des demokratischen Willens führen können.
Für weitere Informationen zu den Terminen und Hintergründen der Demonstrationen kann die vollständige Quelle hier eingesehen werden. Auch eine umfassende Übersicht über die Veranstaltungen und deren Hintergründe findet sich in einem weiteren Artikel hier und die Bedeutung der Proteste wird ausführlich in diesem Bericht thematisiert.