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Endometriose im Fokus: KI revolutioniert die Diagnostik

Steigende Zahlen und unklare Symptome machen Endometriose zu einer wahren Herausforderung für viele Frauen. Diese hormonabhängige Erkrankung, oft als Chamäleon-Krankheit bezeichnet, sorgt nicht nur für starke Schmerzen im Unterbauch während der Periode, sondern kann auch zu Unfruchtbarkeit und einer Vielzahl von psychischen Belastungen führen. Laut UK Erlangen bleibt das Dunkelfeld der Erkrankung mit einer hohen Dunkelzahl an Fällen bedenklich. Viele Frauen erfahren verzehrt von der Krankheit erst nach jahrelanger Leidensgeschichte, häufig sogar erst während invasiver Eingriffe.

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Fortschritte in der Diagnostik

Eine neue Studie, die den Projektnamen EndoKI trägt, zielt darauf ab, die nicht-invasive Diagnostik für Endometriose erheblich zu verbessern. Fünf Forscherinnen vom Uniklinikum Erlangen, der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), der Universität Würzburg und der Technischen Universität München arbeiten gemeinsam daran, bildgebende Verfahren wie Ultraschall und MRT mit Künstlicher Intelligenz zu kombinieren. Das Ziel: Eine schnellere und präzisere Diagnose von Endometriose, die heute im Schnitt acht Jahre dauert. Das Deutsche Gesundheitsportal hebt hervor, dass eine häufige Diagnosemethode, die belastende Bauchspiegelung, oft nicht mehr notwendig sein soll, da auch Ultraschalluntersuchungen zur Diagnose genutzt werden können.

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Neues Start-up in der Entwicklung

Das Startup dAIgnose hat ebenfalls einen Algorithmus entwickelt, der zur automatisierten Auswertung von Ultraschallaufnahmen der Gebärmutter dienen soll. Die Erfinder Fabian Laumer und Michael Bajka setzen auf KI, um Endometriose-Herde auf Ultraschallbildern sichtbar zu machen, die für das menschliche Auge schwer zu erkennen sind. Bisher werden die Aufnahmen mit Farben markiert; bis Ende des Jahres soll ein 3D-Modell der Gebärmutter mit diesen Markierungen entwickelt werden. Ihr langfristiges Ziel ist es, Standards für die Ultraschalluntersuchung zu definieren und eine Software zur Standardisierung der Untersuchungen auf den Markt zu bringen. Informationen dazu finden sich bei Medinside.

Kooperation und Zukunftsausblick

Eine enge Zusammenarbeit besteht auch zwischen dem Kantonsspital Baden, der ETH Zürich und dem Start-up Scanvio Medical. Mark Ormos, Leiter des Endometriosezentrums, betont die Wichtigkeit der KI-Anwendungen für die Diagnostik. Die Software wird kontinuierlich mit medizinischen Daten verfeinert, um die Präzision zu erhöhen. Ein Markteintritt ist auch hier für Ende 2025 geplant, wobei die erforderlichen Zertifizierungen noch ausstehen.

Mit diesen innovativen Projekten rückt die Diagnostik von Endometriose in den Fokus. Die Hoffnungen könnten sich nicht nur auf eine schnellere Diagnose richten, sondern auch auf eine drastische Reduzierung der jährlichen Kosten für Operationen, die in Deutschland mittlerweile bei knapp 100 Millionen Euro liegen. Langfristig soll eine umfassende Datenbank entstehen, um weitere Erhebungen und Analysen zu ermöglichen. Auch Qualitätsstandards für die Behandlung von Endometriose werden angestrebt, mit Handlungsempfehlungen auch für internationale Organisationen wie die WHO.

Im Jahr 2028 ist zudem eine Konferenz an der FAU und am Uniklinikum Erlangen geplant, die sich intensiv dem Thema Endometriose widmen wird. Es bleibt spannend, welche Fortschritte die Forschung und technologischen Entwicklungen in diesem Bereich in den kommenden Jahren bringen werden.