In Erlangen wird die Innenstadt nicht nur als Ort des Einkaufens, sondern auch als Platz für Begegnungen geschätzt. Eine neue Studie zur „Innenstadtmobilität und -attraktivität“ hat jetzt spannende Informationen ans Licht gebracht. Die Untersuchung, die in Zusammenarbeit zwischen dem Sachgebiet Statistik der Stadtverwaltung, AGFK Bayern und dem Institut für Soziologie der FAU durchgeführt wurde, beschäftigt sich intensiv mit der Nutzung unterschiedlicher Verkehrsmittel und der Aufenthaltsqualität in der Innenstadt. Dabei wurden 4000 Erlanger angeschrieben, wovon 1437 an einer repräsentativen Befragung teilnahmen – das ergibt eine Rücklaufquote von 36,8% NN berichtet, dass ….
Die Ergebnisse zeigen eindeutig: Das Fahrrad ist das beliebteste Fortbewegungsmittel in der Innenstadt, und das über alle Altersgruppen hinweg. Vielerorts ist zu hören, dass die Nutzer es vor allem wegen seiner Flexibilität und der positiven Umwelt- sowie Gesundheitsaspekte bevorzugen. Während die Erreichbarkeit der Innenstadt zu Fuß und per Rad gelobt wird, gibt es bei der Anfahrt mit dem Auto Bedenken. Autofahrer geben zwar durchschnittlich mehr Geld aus, sind aber tendenziell auch älter als Radfahrer. Verbesserungswünsche, wie günstigere Preise für den öffentlichen Nahverkehr und der Ausbau der Radwege, stehen ganz oben auf der Agenda ADFC zeigt, dass ….
Der Dritte Blickwinkel
Ein zusätzlicher Blick auf die Attraktivität der Innenstadt zeigt, dass jüngere Menschen die Gestaltung des öffentlichen Raums und die Einkaufsmöglichkeiten deutlich besser bewerten als ihre älteren Mitbürger. Die Lust, lokale, inhabergeführte Geschäfte zu unterstützen, ist bei vielen Bürgern ein wichtiger Beweggrund beim Einkaufen. Dennoch wünschen sich die Erlanger mehr Aufenthaltsqualität und Begegnungsorte, wo man auch ohne Kaufzwang zusammenkommen kann. So wird ein Umdenken in Bezug auf die Nutzung von Leerständen angestrebt – idealerweise sollen diese in Wohnraum umgewandelt oder für kulturelle Angebote zur Verfügung gestellt werden Soziologie der FAU gibt Einblicke in ….
Besonders die Gastronomie scheint in der Gunst der unter 30-Jährigen hoch im Kurs zu stehen. Die Rückmeldungen der befragten Gewerbetreibenden zeigen, dass ein Wunsch nach Pop-up-Stores und kreativen Veranstaltungen zelebriert wird. Die Zustimmung zu Lieferzonen für sicheres Be- und Entladen sowie die gemeinsame Nutzung von Stellplätzen steht zwar auf der Liste, jedoch wird die Verlängerung der maximalen gebührenpflichtigen Parkdauer von drei auf zwei Stunden eher kritisch betrachtet.
Insgesamt zeigt die Erhebung, dass in der Innenstadt Erlangens ein reges Leben herrscht. Während Radfahrer und Fußgänger als ungeschützte Verkehrsteilnehmer sicherheitsbewusst agieren sollten, träumen die Bürger von einer noch attraktiveren und einladenderen Umgebung. Während die Innenstadt als Platz für Geschäfte und Gastronomie genutzt wird, ist das Bedürfnis nach mehr Aufenthaltsqualität unübersehbar. Wer daran interessiert ist, die neuesten Entwicklungen in Erlangen hautnah zu verfolgen, sollte sich die weiteren Informationen nicht entgehen lassen.