In Gräfenberg, einem idyllischen Ort im Kreis Forchheim, wurde das Café „Frau Kunni“ mit dem renommierten Staatspreis „Dorferneuerung und Baukultur“ ausgezeichnet. Dieser Preis wurde am 30. Oktober 2025 in einer feierlichen Zeremonie in München verliehen. Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU) ehrte dabei insgesamt elf Bauherren, die sich durch vorbildliche Sanierungen und Revitalisierungen ortsbildprägender Gebäude ausgezeichnet haben. Der Staatspreis wird alle zwei Jahre vergeben und ist mit jeweils 3.000 Euro dotiert. In diesem Jahr konnten die Preisträger aus rund 1.300 eingereichten Projekten ausgewählt werden, wie infranken.de berichtet.
Das Café „Frau Kunni“ ist das Herzensprojekt von Betreiberin Julia Buttler, die den Umbau einer alten Hofstelle aus dem Jahr 1906 in Angriff nahm. Ihr Ziel war es, so viel wie möglich von dem ursprünglichen Bauwerk zu erhalten und gleichzeitig modern zu gestalten. Diese gelungene Kombination aus Altbau und modernen Elementen hat nicht nur ihrer Familie, sondern auch dem gesamten Dorf neues Leben eingehaucht. Kaniber betont, dass das Engagement der Preisträger zur Erhaltung prägender Gebäude im Ortskern beiträgt und die Lebensqualität im ländlichen Raum spürbar verbessert.
Die Bedeutung der Dorferneuerung
In ihren Ausführungen unterstrich Ministerin Kaniber die weitreichenden Vorteile der Dorferneuerung: Diese trägt zur Verbesserung der Lebensqualität im ländlichen Raum bei, erhöht die Attraktivität der Dörfer und reduziert den Verbrauch von Fläche und Energie. Zudem wird durch solche Projekte die regionale Wertschöpfung gestärkt, was für die wirtschaftliche Stabilität ländlicher Gebiete von großer Bedeutung ist. Die Baukultur stellt einen Ausdruck von Werten und Identität dar und schafft Heimat sowie Wurzeln für die kommenden Generationen, so die Ministerin weiter.
Bayerische Dörfer erleben durch zeitgemäße Architektur eine bemerkenswerte Entwicklung. Der Staatspreis honoriert nicht nur private Bauherren, sondern auch öffentliche Initiativen, die zur Revitalisierung von Dorfstrukturen beitragen. In den letzten zwei Jahren hat der Freistaat über 70 Millionen Euro in die Dorferneuerung investiert, um nachhaltige und zukunftsorientierte Bauprojekte zu fördern, wie auf stmelf.bayern.de zu lesen ist.
Insgesamt wurden in diesem Jahr fünf private und sechs öffentliche Bauherrinnen und Bauherren ausgezeichnet, die durch ihre außergewöhnlichen Projekte Maßstäbe gesetzt haben. Ein Blick auf diese Preisträger ist ein Zeichen für das Engagement und die Kreativität in den bayerischen Dörfern. Das Café „Frau Kunni“ steht hierbei symbolisch für die gelungene Verbindung von Tradition und Moderne – ein wunderschönes Beispiel, wie dorfbewohnte Räume durch neue Ideen zum Leben erweckt werden können.