Heute ist der 20.02.2026, und die Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und China haben sich erneut gewandelt. Im Jahr 2025 hat China die USA als wichtigsten Handelspartner Deutschlands abgelöst, mit einem beeindruckenden Außenhandelsumsatz von 251,8 Milliarden Euro. Damit übertrifft das Handelsvolumen mit China das der USA, das auf 240,5 Milliarden Euro gesunken ist. Diese Entwicklungen zeigen, wie dynamisch und komplex die globalen Handelsströme sind.
Der Handel mit China ist im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 Prozent gestiegen, während der Umsatz mit den USA um 5 Prozent zurückgegangen ist. Trotz dieser Rückgänge bleibt die USA der wichtigste Einzelmarkt für deutsche Exporte mit 146,2 Milliarden Euro, auch wenn dies einen Rückgang von 9,4 Prozent darstellt. Besonders auffällig ist der Rückgang bei den Exporten von Autos und Teilen, die um 17,8 Prozent gesunken sind, was auf die Herausforderungen in der Automobilindustrie hinweist.
Der Importmarkt im Fokus
China dominiert die Importe nach Deutschland seit 2015. Das Importvolumen aus China beträgt nun 170,6 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 8,8 Prozent entspricht. Zu den wichtigsten importierten Waren zählen Datenverarbeitungsgeräte sowie elektrische und optische Erzeugnisse, die zusammen einen Wert von 50,9 Milliarden Euro erreichen. Auch elektrische Ausrüstungen und Maschinen sind wesentliche Bestandteile der Importstruktur.
Die Niederlande folgen mit einem Außenhandelsumsatz von 209,1 Milliarden Euro auf Rang drei der wichtigsten Handelspartner Deutschlands, während Frankreich und die Niederlande die Plätze zwei und drei der wichtigsten Empfängerländer deutscher Exporte belegen. China, das wichtigste Lieferland Deutschlands, zeigt somit eine zunehmende wirtschaftliche Dominanz, die nicht nur durch das Handelsvolumen, sondern auch durch den Importüberschuss von 89,3 Milliarden Euro im Handel mit China belegt wird.
Herausforderungen und Ausblick
Die Handelsbeziehungen sind jedoch nicht ohne Herausforderungen. Der Rückgang bei den Exporteinnahmen in die USA und die Verlagerung von Waren aufgrund von US-Zöllen auf den europäischen Markt verdeutlichen, wie geopolitische Faktoren die Handelsströme beeinflussen können. Trotz dieser Schwierigkeiten stiegen die Gesamtwerte der Exporte und Importe in Deutschland 2025. Der Gesamtwert der Exporte liegt bei 1.569,6 Milliarden Euro, während die Importe auf 1.366,9 Milliarden Euro anwachsen.
Die wirtschaftlichen Verflechtungen zwischen Deutschland und China sind auch vor dem Hintergrund der globalen Handelsdynamik zu betrachten. China ist die größte Exportnation weltweit und spielt eine entscheidende Rolle in den internationalen Wertschöpfungsketten. Dies wird besonders deutlich, wenn man die politischen und wirtschaftlichen Spannungen zwischen den USA und China in Betracht zieht, die immer wieder zu Veränderungen in den Handelsbeziehungen führen. Ein Handelskrieg könnte nicht nur für Deutschland, sondern auch für China erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen mit sich bringen.
Insgesamt zeigen die aktuellen Entwicklungen, dass Deutschland und China eng miteinander verflochten sind. Die Import- und Exportzahlen belegen eine kontinuierliche Steigerung der Handelsbeziehungen, die auch in Zukunft von großer Bedeutung sein werden. Für Unternehmen und Volkswirte bleibt es entscheidend, diese Trends genau zu beobachten und die Herausforderungen, die sich aus den geopolitischen Veränderungen ergeben, zu meistern. Weitere Informationen zu den Handelsbeziehungen finden Sie unter Fraenkischer Tag, Destatis und Statista.