Heute ist der 9.02.2026 und in Forchheim sorgt eine Frau aus dem Ruhrpott für Aufsehen. Sie wohnt in Effeltrich und hat mit ihren Äußerungen über die Franken in der Region für reichlich Gesprächsstoff gesorgt. Unter dem Titel „Saupreuß“ äußert sie Vorurteile gegenüber den Einwohnern und trägt damit zur Diskussion über regionale Identitäten und Klischees bei. Der Artikel, der diese Äußerungen dokumentiert, wurde am 09.02.2026 veröffentlicht.
Besonders spannend wird es am Samstag, den 21. Februar, wenn die Kabarettistin Claudia Bill im JTF Forchheim ihr neues Programm „Saupreuß“ präsentiert. Diese Künstlerin hat ihre Wurzeln ebenfalls im Ruhrpott und lebt nun in Franken. In ihrem Programm behandelt sie nicht nur ihre eigenen Erfahrungen als Migrantin, sondern auch ihre Beobachtungen über die Franken und Preußen. Humorvoll hinterfragt sie dabei gängige Vorurteile und nutzt ihre Figur „Marie Messingschlager“ aus Effeltrich, um ihre Pointen zu setzen.
Humor als Brücke zwischen Kulturen
Claudia Bill steht seit fast 25 Jahren auf der Bühne in Franken und kombiniert Dramatik mit abwechslungsreichem Schauspiel. Die Zuschauer dürfen sich auf einen Abend voller Witz und scharfsinniger Beobachtungen freuen, bei dem Pointen wichtiger sind als Rücksichtnahme. Karten für die Veranstaltung sind im Vorverkauf für 24,10 € (ermäßigt 18,60 €) erhältlich, an der Abendkasse kosten sie 26,10 € (ermäßigt 21,10 €). Der Einlass beginnt um 19 Uhr. Weitere Informationen sind auf der Website www.jtf.de zu finden.
Die Verbindung von Humor und Migration hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Dies belegt auch der Comedian Shahin Asmari, der seit 2015 in Deutschland lebt. In seinen Shows thematisiert er die Herausforderungen, die er als Migrant erlebt hat. Asmari, der seine Karriere in Göttingen begann, sieht Humor als einen Weg, um über schwierige Erfahrungen zu reflektieren und mit anderen zu teilen. Auch er hat bemerkt, wie wichtig die Art und Weise ist, wie Witze erzählt werden, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. In größeren Städten mit einem internationalen Publikum, wie Hamburg, ist das Lachen über sich selbst eine gängige Praxis, die auch den deutschen Zuschauern nähergebracht wird.
Asmari und Bill zeigen, wie Humor als soziale Brücke fungieren kann, um Identität und Zugehörigkeit zu thematisieren. Während Bill in ihrem Programm „Saupreuß“ die Unterschiede zwischen Franken und Preußen humorvoll beleuchtet, schafft Asmari mit seiner englischsprachigen Comedy eine Plattform für interkulturellen Austausch. Beide Künsterinnen und Künstler tragen dazu bei, dass wir über Vorurteile lachen können, anstatt sie ernst zu nehmen. So wird deutlich, dass der Humor nicht nur ein Werkzeug zur Unterhaltung ist, sondern auch zur Förderung des Verständnisses zwischen verschiedenen Kulturen beiträgt.