Am Samstag, den 22. November, wird in Freising ein wichtiges Kapitel in der Stadtentwicklung aufgeschlagen: Die nächste Phase der Umgestaltung des Platzes „Am Wörth“ beginnt. Die Stadt Freising lädt alle Anwohnenden und Interessierten herzlich ein, sich an der Pflanzaktion auf der frisch entsiegelten Fläche zu beteiligen. Die Veranstaltung dauert von 10 bis 16 Uhr, und jeder kann flexibel dazustoßen, um beim Bepflanzen mitzuhelfen. Um die Verpflegung besser planen zu können, wird um eine kurze Anmeldung per E-Mail an rekultivistas@posteo.de gebeten.

Ein eigener Beitrag zur Stadtverschönerung ist hierbei gefragt: Teilnehmende sollten ihre Pflanzschaufeln und Gartenhandschuhe mitbringen (BYO). Dieses Projekt wird in Kooperation mit dem Communitree-Projektteam von Rekultivistas e.V. und der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf durchgeführt. Unterstützt wird die Aktion zudem von der Eva Mayr-Stihl Stiftung, der Firma Wurzer Umwelt sowie den städtischen Institutionen wie dem Bauhof, der Stadtgärtnerei und dem Amt für Stadtplanung, Umwelt und Klimaschutz.

Ein sichtbares Zeichen für Klimaanpassung

Die Hauptarbeiten zur Umgestaltung des Platzes „Am Wörth“ werden in den kommenden Wochen beginnen. Ab November werden auf einer Fläche von 200 Quadratmetern nicht nur die bestehenden Strukturen erneuert, sondern auch neue Bäume, Sträucher und Kräuter gepflanzt. Dies geschehen alles im Rahmen eines Konzepts, das in engem Austausch mit der Bürgerschaft entwickelt wurde. Die Stadt Freising möchte mit dieser Maßnahme ein sichtbares Zeichen für Klimaanpassung und Stadtökologie setzen.

Stadtbaumeisterin Barbara Schelle hebt hervor, dass die neue Gestaltung des Platzes als lebendiger Treffpunkt für alle Generationen gedacht ist. Diese Initiative ist bereits die dritte Klimaoase, die in Freising innerhalb von nur drei Jahren entsteht, nach dem Platz am Lindenkeller-Aufgang und dem Platz an der Rotkreuzstraße. Ein besonders Augenmerk liegt darauf, einen Brunnen instand zu setzen, um die neu geschaffene Klimaoase weiter zu beleben.

Die Bedeutung von Grünflächen

Doch warum sind solche Projekte überhaupt von Bedeutung? Untersuchungen, wie die vom Karlsruher Institut für Technologie, zeigen, dass Grünanlagen nicht nur die Stadt beleben, sondern auch einen erheblichen Einfluss auf das Mikroklima haben. Bäume verbessern die Luftqualität und bieten dringend benötigte Erholungsräume. Sind diese Grünanlagen ausreichend dimensioniert, können sie dazu beitragen, Wetterextreme zu mildern und die Lebensqualität der Stadtbewohner zu steigern. Ein Anstieg des Baumbestandes um mindestens 30 Prozent könnte dazu führen, dass extreme Hitzestunden um bis zu 64 Prozent verringert werden.

Die Stadt Freising zeigt mit der Umgestaltung des Wörth-Platzes ein gutes Händchen, um den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen und gleichzeitig den Anwohnern einen attraktiven Lebensraum zu bieten. Über den reinen ökologischen Nutzen hinaus spielt auch der menschliche Wohlbefindens eine wesentliche Rolle: Grünflächen fördern die Gesundheit und bringen die Menschen zusammen.

Freising ist dabei, ein echtes Vorzeigeprojekt zu etablieren und zeigt, wie engagierte Bürger und kreative Lösungen eine Stadt zu neuem Leben erwecken können.