Im Nationalpark Bayerischer Wald stehen die Braunbären in den Startlöchern für den Frühling. Wie die Passauer Neue Presse berichtet, begeben sich die Tiere zurzeit auf Erkundungstour, während sie ihre sogenannte Winterruhe halten. Diese Winterruhe ist kein echter Schlaf, sondern ein Zustand, in dem die Bären gelegentlich aktiv werden und selbst bei frischem Neuschnee ihre Runden durch das Landschaftsgehege drehen.
Der Nationalpark nutzt die Gelegenheit, um auf seinen Social-Media-Kanälen Bilder der Bären zu teilen. Doch die Braunbären sind nicht die einzigen Attraktionen im Tier-Freigelände des Nationalparkzentrums Lusen bei Neuschönau, wo auch Luchse, Habichtskäuze, Auerhühner, Wölfe und Elche zu sehen sind. Für die Besucherinnen und Besucher sind die Wege im Nationalpark zwar geräumt, jedoch stellenweise noch sehr glatt, also Vorsicht geboten!
Erlebnis auf dem Bärenpfad
Wer die Natur und die Bären hautnah erleben möchte, sollte sich die Wandertour auf dem Bärenpfad nicht entgehen lassen. Diese Erlebnistour verbindet die Bärenstadt Grafenau mit dem Tierfreigelände im Nationalpark und führt durch idyllische Landschaften. Laut bayerischer-wald.de geht die Wanderung von Grafenau bis Schönanger, wo zahlreiche Stationen zum Mitmachen und Ausprobieren auf die Wandersleute warten.
Ein Highlight sind die spielerischen Stationen, die von Bärenspuren über ein Bärenpicknick bis hin zu kniffligen Fragestellungen aus der Bärenwelt reichen. Die Wanderung kann in verschiedenen Etappen absolviert werden, wobei der gesamte Pfad den KurErlebnispark BÄREAL beim Tor zur Wildnis beginnt. Einige Etappen sind sogar barrierearm, was die Wanderung für viele zugänglich macht.
Bärenerwartungen in Deutschland
Immer mehr Menschen in Deutschland interessieren sich für die Rückkehr der Bären in die heimischen Wälder. Allerdings ist die Vorstellung von frei lebenden Bären immer noch für viele absurd, obwohl Deutschland seit 20 Jahren als Bärenerwartungsland gilt. Der letzte Bär, der in Deutschland lebte, wurde 1835 erlegt. Wie baer.de erwähnt, haben seither verschiedene Programme zur Förderung der Bärenpopulation in Europa angefangen, die sich positiv auf die Ansiedlung von Bären in Deutschland auswirken könnte.
Bären sind in Europa ziemlich beliebt. Doch ihre Rückkehr bringt auch Fragen mit sich, vor allem in Bezug auf das Verhalten im Bärenland. Die gute Nachricht: Menschen stehen nicht auf dem Speiseplan der Bären. Angriffe passieren meist bei unerwarteten Begegnungen oder wenn Bären ihre Jungen verteidigen. Daher sollten Wanderer darauf achten, nicht überrascht zu werden und klare Handlungsrichtlinien befolgen.
Die vielen Touristen, die sich für das Thema interessieren, sollten sich demnach auch über den richtigen Umgang mit Bären informieren. Dazu gehört unter anderem, Geräusche wie Singen oder das Klingeln einer Glocke zu machen, um eine Begegnung zu vermeiden. Abfälle hinterlassen oder in Bärenhöhlen klettern, sind Tabus, wenn man einen gesunden Umgang mit der Natur pflegen will.
Ob beim Wandern auf dem Bärenpfad oder beim Besuch des Tierfreigeländes, der Bayerische Wald hält für Naturliebhaber und Tierfreunde zahlreiche spannenden Erlebnisse bereit!