In Spiegelau kam es zu einem gescheiterten Einbruchversuch in die Räume der örtlichen Tafel. Ein unbekannter Täter versuchte, zwischen Samstag und Dienstagvormittag, gewaltsam in das Gebäude einzudringen. Dabei wurde die Tür stark beschädigt, der Sachschaden beläuft sich laut der Polizei auf rund 2.000 Euro. Glücklicherweise gelang es dem Täter nicht, in die Tafelräumlichkeiten einzudringen. Die Polizeiinspektion Grafenau hat Ermittlungen aufgenommen und sucht nun nach Zeugen, die verdächtige Personen oder Fahrzeuge in der Nähe der Tafel beobachtet haben. Wer etwas gesehen hat, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer (08552) 96060 zu melden. PNP berichtet, dass die Polizei bereits erste Schritte unternimmt, um dem Täter auf die Spur zu kommen.
Aber das ist nicht der einzige Vorfall in der Region. So wurde kürzlich in Schönberg, im Landkreis Freyung-Grafenau, ein Großhandel für IT- und Elektronikartikel von Einbrechern heimgesucht. Die Tat ereignete sich in der Nacht vom 12. auf den 13. Mai, wobei die Unbekannten Zugang zum Firmengelände verschafften und mehr als 1.000 Smartphones entwendeten. Auch hier bittet die Kriminalpolizeiinspektion Passau um Hinweise aus der Bevölkerung. Die Tatzeit lag zwischen 23:30 Uhr und 03:00 Uhr, und die Ermittler interessieren sich für alles, was im Bereich der Deggendorfer Straße, zwischen Unteres Ebenfeld, Schäfflerweg und Im Ebenfeld, auffällig war. Mehr Informationen hierzu finden Sie auf der Seite der Polizei Bayern.
Einbruchskriminalität im Aufwind
Die steigende Zahl an Einbruchversuchen ist kein Einzelfall, sondern ein bundesweiter Trend. Laut Statista gab es 2023 insgesamt 119.000 Wohnungseinbrüche in Deutschland, wovon 77.800 als Wohnungseinbruchdiebstähle gezählt werden. Obwohl dies der höchste Stand seit 2019 ist, liegt die Zahl über 50 % niedriger als 2015. Die meisten Einbrüche ereignen sich in städtischen Gebieten, wobei das Einbruchsrisiko in Bayern am niedrigsten ist. Gerade die Stadt Mülheim an der Ruhr verzeichnet mit 283 Fällen pro 100.000 Einwohner die höchste Einbruchsrate.
Die Dunkelziffer könnte jedoch höher sein, da viele Betroffene aus Angst oder Scham keine Anzeige erstatten. Ein Wohnungseinbruch ist nicht nur materiell schädlich, sondern bringt auch eine Verletzung der Privatsphäre mit sich, die psychische Folgen nach sich ziehen kann. Die Aufklärungsquote für Wohnungseinbruchdiebstähle lag 2023 bei lediglich 14,9 %. Zum Vergleich: In Bayern liegt die Aufklärungsquote bei 25,8 %, was durchaus erfreulich ist. Damit hat die bayerische Polizei die höchste Aufklärungsrate in Deutschland.
Insgesamt war 2023 ein schwieriges Jahr für viele Haus- und Wohnungseigentümer. Der Einbruchschutz muss daher in vielen Haushalten neu überdacht werden. Es bleibt zu hoffen, dass die aktuellen Ermittlungen in Spiegelau und anderen Region bald zu erfolgreichen Festnahmen führen, um die Bürger zu schützen und zukünftige Vorfälle zu verhindern. Die Polizei bittet alle, wachsam zu sein und verdächtige Aktivitäten sofort zu melden.