Am vergangenen Wochenende fand im Vereinsheim der Quetscher Schützen ein traditionelles Pokalschießen des Schützengaus Grafenau statt, das in seiner Art und Weise die Verbundenheit und den Zusammenhalt der Schützinnen und Schützen in der Region unter Beweis stellte. 54 Damen stellten ihr Können in verschiedenen Disziplinen unter Beweis, darunter Luftgewehr, Luftpistole und Luftgewehr-Auflage in Adlerwertung. Die Siegerinnen wurden im Rahmen einer feierlichen Siegerehrung beim „Knödl-Weber“ in Lichteneck geehrt, wo auch die stellvertretende Landrätin Hilde Greiner anwesend war. Sie lobte den Zusammenhalt der Schützinnen und die Förderung des Schützenwesens in der Region.

Besonders hervorzuheben ist die Leistung von Anita Schmid, die mit einem 15,5 Teiler die „Martha-Geißinger-Gedächtnisscheibe“ gewann. Die Ergebnisse der einzelnen Disziplinen zeigen eine spannende Konkurrenz und geben einen Einblick in die Talente der Teilnehmerinnen:

Ergebnisse im Detail

Im Wettkampf um das Luftgewehr setzte sich Vanessa Komorek aus Riedlhütte mit 13,1 Punkten an die Spitze, gefolgt von Ronja Lippl (15,6 Punkte) und Carina Bredl (35 Punkte). Bei der Luftpistole dominierte Larissa Niedermaier aus Riedlhütte mit 113 Punkten, während die besten Plätze von Elisabeth Haering und Karola Simmet aus Schönberg gesichert wurden. Bei der Luftgewehr-Auflage zeigte Veronika Ebner aus Rötz eine starke Leistung mit 117,2 Punkten, dicht gefolgt von Anita Schmid (119,2 Punkte) und Sabine Loibl (120 Punkte).

Die Mannschaftswettbewerbe waren ebenfalls spannend. In der Kategorie Luftgewehr setzte sich das Team Riedlhütte 1 mit 147 Punkten durch, gefolgt von Quetsch 1 und Großarmschlag 1. Im Bereich der Luftpistole war Riedlhütte 1 mit 974 Punkten erfolgreich, während das Team Quetsch im Luftgewehr Auflage mit 401 Punkten den ersten Platz belegte. Besonders erfreulich war die Verteidigung des „Gauweibapokals“ durch Riedlhütte, die vor den Sollinger Schützinnen und den Damen aus Quetsch den Sieg erringen konnten.

Jugendarbeit im Schützengau

Parallel zu den Damenwettkämpfen organisierte die neue Gau-Jugendleitung ein Nikolausschießen für die Jugend des Schützengaus Grafenau, das auf den Ständen der Windhochschützen Solla stattfand. Mit 69 Jung-Schützen und -Schützinnen aus acht Vereinen war der Wettbewerb ein voller Erfolg. Die Teilnehmer konnten sich in verschiedenen Klassen messen, darunter Junioren, Jugend, Schüler und Lichtgewehr für die Jüngsten.

Der Wettkampfmodus umfasste 10 Schuss Blattlwertung, und die besten zehn Schützen erhielten kleine Sachpreise. Julia Lang von den Windhochschützen Solla sicherte sich mit einem 47,3 Teiler die handgemalte Nikolausscheibe. Die Siegerehrung wurde von prominenten Vertretern des Schützengaus begleitet, die sich bei den Helfern und Sponsoren für ihre Unterstützung bedankten.

Schützenwesen in Deutschland

Das Schützenwesen hat in Deutschland eine lange Tradition und umfasst verschiedene Bräuche und Rituale, die sich im Laufe der Jahre an gesellschaftliche Veränderungen angepasst haben. Es wird in der Regel innerhalb von Vereinen von Menschen jeden Alters und Geschlechts betrieben und bietet einen Raum für Gemeinschaft und Zusammenhalt, unabhängig von religiösem Bekenntnis oder Herkunft. Zu den bekanntesten Veranstaltungen gehört das Schützenfest, bei dem der Schützenkönig oder die Schützenkönigin ermittelt wird. Diese Feste sind geprägt von Umzügen, gesellschaftlichen Feiern und regionalen Traditionen, die das kulturelle Leben in den Gemeinden bereichern.

Insgesamt zeigt das Schützenwesen in der Region Freyung-Grafenau eine lebendige Gemeinschaft, die sowohl Traditionen pflegt als auch die Jugend aktiv einbezieht. Diese Veranstaltungen stärken nicht nur den Zusammenhalt innerhalb der Schützenvereine, sondern fördern auch das soziale und kulturelle Leben in der Region.

Für weitere Informationen zu den Ergebnissen des Pokalschießens und der Jugendveranstaltung können Sie die Berichte auf den Webseiten des Schützengaus Grafenau und der PNP nachlesen: PNP und Schützengau Grafenau.