Am späten Samstagnachmittag wird es in der Hauzenberger Dreifachturnhalle richtig spannend. Die Bayerwald Volleys sind am letzten Heimspieltag der Landesliga-Saison gefordert und spielen ab 14 Uhr ihre entscheidenden Partien. Für die Volleyballerinnen des TSV Ringelai steht ebenfalls Großes auf dem Spiel, denn sie streben den Meistertitel in der Frauen-Kreisliga Nordost an. Die Situation ist für die Bayerwald Volleys jedoch angespannt, da sie ersatzgeschwächt antreten müssen. Nur sieben Spieler stehen zur Verfügung, und Florian Wosch hat sich beim Auswärtsspiel in Lohhof einen Finger gebrochen, sodass er für den Rest der Saison ausfällt. Franz-Josef Hirz springt als Spielmacher ein, und die Mannschaft benötigt dringend Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Mit 16 Punkten stehen sie auf einem Nichtabstiegsplatz, jedoch nur mit zwei Punkten Vorsprung auf die Gefahrenzone. Bei zwei Siegen am Samstag könnten sie ihre Rettung feiern; ein Sieg würde ein weiteres Punktspiel am 21. März erforderlich machen.
Die Spiele gegen SV Wacker Burghausen und MTV München III werden als eng erwartet. Der TSV Ringelai hingegen hat eine perfekte Saison hinter sich mit zwölf Siegen aus zwölf Spielen. Ein Sieg in beiden Partien würde für sie den Meistertitel in der Kreisliga Nordost und die Qualifikation für die Bezirksklasse bedeuten. Auch die Volleyballer des TSV Schönberg haben Grund zur Freude: Sie führen die Bezirksliga mit 14 Siegen aus 14 Spielen an und können am Samstag mit zwei gewonnenen Sätzen den Titelgewinn und den Aufstieg in die Landesliga perfekt machen. Die Spannung in der Region könnte also nicht größer sein.
Die Geschichte der Bayerwald Volleys
Die Volleyballsparte des TV Hauzenberg hat eine bewegte Geschichte. Nach der Abmeldung der letzten Mannschaft im Jahr 1988 wurde 1998 der Ligabetrieb mit einem neuen Team wieder aufgenommen. In der Saison 1998/99 erreichten sie den zweiten Platz in der Kreisliga N/O und stiegen in die Bezirksklasse N/O auf. Dort folgten Meistertitel und der Aufstieg in die Bezirksliga. In den ersten beiden Saisons scheiterten sie jedoch knapp am Aufstieg in die Landesliga. 2001 gelang dann der Aufstieg in die Landesliga S/O durch Relegation. Nach verschiedenen Höhen und Tiefen, einschließlich eines Abstiegs aus der Bayernliga Süd in der Saison 2005/2006, konnte die Mannschaft sich mehrfach in der Bayernliga behaupten und erreichte schließlich 2017 den Aufstieg in die Regionalliga. Die Saison 2017/2018 endete jedoch enttäuschend mit einem Abstieg aus der Regionalliga.
Der Umbruch in der Mannschaft, der 2018/19 begann, brachte frischen Wind mit einem neuen Trainer, Markus Janda, und Franz-Josef Hirz. Diese Veränderungen führten dazu, dass die Mannschaft den 6. Platz in der Bayernliga Süd belegte und in der Liga verbleiben konnte. Die Geschichte der Bayerwald Volleys ist ein eindrucksvolles Beispiel für Engagement und Durchhaltevermögen im deutschen Volleyball.
Aktuelle Trends im Volleyball
Im Jahr 2023 gab es in Deutschland genau 6.271 Volleyball-Vereine, registriert beim Deutschen Volleyball-Verband. Diese Zahl ist im Vergleich zu 2022, als es noch 6.692 Vereine waren, gesunken. Allerdings erfreut sich der Sport wachsender Beliebtheit, denn die Anzahl der Mitglieder ist auf 436.348 angestiegen, im Vergleich zu 392.122 im Jahr 2022. Besonders erfreulich ist, dass es mehr weibliche Mitglieder (207.629) als männliche (202.484) gibt. Volleyball liegt mit seinen Mitgliedszahlen auf Platz 15 im Vergleich zu anderen Sportarten, selbst vor Basketball, das 242.344 Mitglieder hat. Der größte Landesverband ist der Bayerische Volleyball-Verband mit 78.000 Mitgliedern in 1.256 Mitgliedsvereinen.
Die Begeisterung für den Volleyball-Sport zeigt sich auch in der Vielzahl der teilnehmenden Mannschaften. Im Erwachsenenbereich sind 917 Mannschaften aktiv, während im Jugendbereich 1.357 Mannschaften antreten. Das größte Volleyball-Event in Deutschland, das DVV-Pokalfinale, findet jährlich im März in Mannheim statt und zieht bis zu 15.000 Zuschauer in die SAP-Arena. Auch im Beachvolleyball gibt es große Ereignisse, wie das größte Turnier in Usedom, das mit über 1.200 aktiven Teilnehmern ins Guinness-Buch der Rekorde eingetragen wurde.
Die Entwicklungen im Volleyball und die bevorstehenden Entscheidungen in der Hauzenberger Dreifachturnhalle zeigen, wie dynamisch und spannend dieser Sport in Deutschland ist. Die Vereine arbeiten hart daran, ihre Erfolge zu festigen und neue Talente zu fördern, und die bevorstehenden Spiele versprechen, ein aufregendes Kapitel in der Geschichte des Volleyballs in der Region zu schreiben. Weitere Informationen zu den anstehenden Ereignissen sind in einem ausführlichen Artikel zu finden, den Sie hier lesen können: PNP.