Ab dem 4. März 2026 wird es auf der Bahnstrecke zwischen München und dem Allgäu zu erheblichen Einschränkungen kommen. Grund dafür sind der Einbau von vier neuen Weichen, wie die Bayerische Staatszeitung berichtet. Während der Arbeiten wird der Bahnhof Geltendorf (Landkreis Landsberg am Lech) nicht bedient. Besondere Vorsicht ist geboten, da die Oberleitung auf der Strecke bis Kaufering abgeschaltet wird und nur Dieselzüge verkehren dürfen. Dies betrifft insbesondere den Eurocity-Express (München – Lindau – Zürich), der aus der Schweiz nur bis Lindau-Reutin fahren kann und keine Halte in München, Buchloe und Memmingen einlegt.
Für Reisende gibt es dafür einen Ersatzverkehr: Für den Eurocity-Express zwischen Lindau-Reutin und Zürich stehen Busse bereit. Auch die Regionalzüge RB74 (München – Buchloe) und RE70 (München – Kempten – Lindau) entfallen zwischen München und Geltendorf. Wer nach Fürstenfeldbruck möchte, kann Expressbusse in Anspruch nehmen, die ohne Halt in rund 30 Minuten dorthin fahren.
Alternative Reisemöglichkeiten und Pendelzüge
Die S-Bahn-Linie S4 oder die alle zwei Stunden verkehrenden RE70 zwischen Fürstenfeldbruck und München sind weiterhin verfügbar. Es sei darauf hingewiesen, dass auch die RE72 und RE96 (München – Memmingen – Lindau) zwischen Buchloe und München ausfallen, und zusätzlich Expressbusse ohne Halt zwischen München Hauptbahnhof und Buchloe angeboten werden. Um die Verkehrssituation aufzufangen, plant die Bayerische Regiobahn, zusätzliche Pendelzüge im Stundentakt zwischen Geltendorf und Buchloe von 5.30 Uhr bis 22.30 Uhr einzuführen.
Die RB67 (Augsburg – Schongau) erfordert zudem einen Umstieg auf Ersatzbusse zwischen Geltendorf und Schondorf. An den Tagen 28. Februar und 1. März wird auch zwischen Geltendorf und Walleshausen ein Busverkehr eingerichtet. Reisende, die mit der S-Bahn S4 unterwegs sind, müssen beachten, dass diese aus München nur bis Grafrath fährt und ein Umstieg auf die Busse nach Geltendorf nötig ist. Die Busse fahren alle 20 bis 40 Minuten, benötigen jedoch etwa 25 Minuten länger als die S-Bahn.
Aktuelle Verkehrsmeldungen und weitere Bauarbeiten
Ein Blick auf die aktuellen Verkehrsmeldungen zeigt, dass auch in anderen Regionen Deutschlands Bauarbeiten zu Verspätungen und Umleitungen führen. So sind beispielsweise auf der Strecke Köln – Hagen bis zum 10. Juli 2026 Einschränkungen und Haltausfälle zu erwarten, wie die Seite Bahndampf auflistet. Für Reisende ist es ratsam, sich über die neuesten Entwicklungen im DB Navigator oder bei der Bayerischen Regiobahn zu informieren.
Die Bahn plant außerdem, nach Abschluss der Arbeiten in Geltendorf, auch andere Langsamfahrstellen im Laufe des Jahres zu beseitigen. Damit soll der Zugverkehr reibungsloser und schneller werden, was sowohl Pendler als auch Reisende freuen wird. Bei Verspätungen am Ziel können Fahrgäste ab einer Wartezeit von 60 Minuten einen Teil des Ticketpreises zurückfordern. Auch dies stellt einen Anreiz dar, sich über die Entwicklungen auf der Schiene regelmäßig zu informieren.