In Fürstenfeldbruck und dem Großraum München tut sich etwas Spannendes im Bereich der Mobilität: Im Frühjahr 2026 wird ein neues Bikesharing-System namens MyRadl starten. Dieses Projekt, das von der Betreiberfirma Nextbike umgesetzt wird, zielt darauf ab, den öffentlichen Nahverkehr zu ergänzen und die „letzte Meile“ für die Nutzer attraktiver zu gestalten. Mit rund 1.000 geplanten Stationen und etwa 6.800 Fahrrädern, darunter E-Bikes und Pedelecs, wird das System eine flexible und umweltfreundliche Mobilitätsalternative bieten.
Die Fahrräder können in verschiedenen Kommunen und Landkreisen ausgeliehen, genutzt und zurückgegeben werden, was die Mobilität über Stadt- und Landkreisgrenzen hinweg erheblich vereinfacht. Die Einführung von MyRadl erfolgt nicht nur in München selbst, sondern auch im Landkreis Fürstenfeldbruck und in 36 weiteren Städten, Märkten und Gemeinden. Dies unterstreicht das Ziel, ein attraktives Nahverkehrsangebot zu schaffen, das Bus, Bahn, Rad- und Fußverkehr miteinander verknüpft.
Förderung und Koordination
Die Projektkoordination liegt in den Händen des Münchner Verkehrs- und Tarifverbunds (MVV). Geschäftsführer Dr. Bernd Rosenbusch hebt die Vorteile für den öffentlichen Verkehr hervor. Das Projekt erhält zudem Unterstützung durch das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN), welches die Initiative im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative fördert. Die Details zu den Tarifen und Nutzungsmöglichkeiten werden vor dem offiziellen Start des Systems bekannt gegeben, sodass die Bürger gut informiert in das neue Mobilitätsangebot starten können.
Betroffene Kommunen
Im Landkreis Fürstenfeldbruck werden Städte wie Fürstenfeldbruck, Germering, Grafrath, Gröbenzell, Landsberied, Maisach, Mammendorf, Olching, Puchheim und Schöngeising von MyRadl profitieren. Auch die Kommunen der NordAllianz, darunter Eching, Garching, Hallbergmoos, Ismaning, Neufahrn, Oberschleißheim, Unterföhring und Unterschleißheim, sind Teil des Projekts. Diese umfassende Vernetzung wird es ermöglichen, dass die Nutzer auch über die Grenzen ihrer eigenen Gemeinde hinaus mobil sind.
MyRadl stellt einen wichtigen Schritt in Richtung einer nachhaltigen und umweltfreundlichen Mobilität dar. Die Integration der Fahrräder in das bestehende öffentliche Verkehrssystem fördert nicht nur die Nutzung umweltfreundlicher Fortbewegungsmittel, sondern unterstützt auch die Reduzierung von Verkehrsaufkommen und Emissionen in der Region. Das Projekt könnte somit als Vorbild für andere Städte und Regionen in Deutschland dienen, die ähnliche Mobilitätslösungen anstreben.