Am Montag, den 10. November 2025, wurde der Gnadenhof für Tiere in Germering von einer traurigen Nachricht erschüttert: Infolge der aktuellen Vogelgrippe mussten rund 80 Vögel gekeult werden. Laut Merkur erreichte die traurige Realität die Verantwortlichen nach der Entdeckung toter Tiere bei einer Morgeninspektion, was sofort das zuständige Amt alarmierte.

Die Entscheidung, die Tiere zu euthanasieren, fiel nicht leicht, doch sie war notwendig, um die potenzielle Ausbreitung der Krankheit einzudämmen. Arpad von Gaal, der Vorstandsvorsitzende der Gewerkschaft der Tiere, äußerte sich tief betroffen über die Situation. „Jedes Tier hat seine eigene Geschichte und besondere Bedürfnisse“, betonte er im Zusammenhang mit der schwierigen Entscheidung, die getroffen werden musste.

Ein Rückblick auf den Gnadenhof

Der Gnadenhof Gut Streiflach, der 2000 eröffnet wurde, beherbergt über 500 Tiere, die aus katastrophalen Bedingungen gerettet wurden. Hier erhalten die Geschöpfe nicht nur eine zweite Chance, sondern leben auf einer großzügigen Fläche von 100.000 Quadratmetern in einer naturnahen Umgebung bis zu ihrem Lebensende. Die formidable Einrichtung gilt als einer der schönsten und besten Gnadenhöfe in Deutschland, wie Gewerkschaft für Tiere berichtet.

Die Gewerkschaft wurde bereits 1993 gegründet, um sich für die Rechte und das Wohl von Tieren einzusetzen. Ihr Leitspruch „Nicht reden, sondern handeln!“ unterstreicht das Engagement der Mitarbeiter, den Tieren nicht nur eine Unterkunft, sondern ein würdiges und artgerechtes Leben zu ermöglichen. Die Betreuung erfolgt rund um die Uhr durch qualifizierte und motivierte Mitarbeiter, die sich liebevoll um die Tiere kümmern.

Folgen der Vogelgrippe

Ein weiteres beunruhigendes Zeichen für die Region sind die in den letzten Tagen gefundenen toten Vögel im Germeringer See und in Olching. Diese Vorfälle zeigen, dass die Einschläge dicht sind und die Tierwelt in großer Gefahr schwebt. „Wir hoffen, dass einige Tiere durch räumliche Trennung der von der Vogelgrippe betroffenen Vögel geschützt werden konnten“, so von Gaal weiter – eine kleine Lichtspitze inmitten der dunklen Wolken über dem Gnadenhof.

In diesen herausfordernden Zeiten ist es wichtig, die Verantwortung für die verletzlichen Geschöpfe nicht aus den Augen zu verlieren. Der Gnadenhof wird weiterhin alles daransetzen, den Tieren ein sicheres und liebevolles Zuhause zu bieten.