Hörnle-Schwebebahn: Start der Sanierung - Letzte Fahrt am 2. November!
Die Hörnle-Schwebebahn in Garmisch-Partenkirchen schließt ab 3. November 2025 für Sanierungsarbeiten bis Ende Mai 2026.

Hörnle-Schwebebahn: Start der Sanierung - Letzte Fahrt am 2. November!
Die beliebte Hörnle-Schwebebahn in Bad Kohlgrub verabschiedet sich nach dem 2. November 2025 für mehrere Monate in die Zwangspause. In einem bewegenden Moment, wie Geschäftsführer Frank Peters schildert, ist diese Betriebsunterbrechung die erste in der über 70-jährigen Geschichte der Bergbahn. Der Grund für diese Maßnahme ist die umfassende Generalsanierung, die notwendig ist, um die Sicherheit für Fahrgäste und Mitarbeiter zu gewährleisten. Merkur berichtet, dass die umfangreichen Arbeiten sowohl an der Bergstation als auch an der Talstation durchgeführt werden.
Besonders im Fokus steht der Neubau an der Bergstation, der Platz für Diensträume, Werkstätten und Lager schaffen soll. Ab dem 17. November 2025 wird das bestehende Gebäude abgerissen, während die Bauarbeiten voraussichtlich in der dritten Februarwoche 2026 beginnen, abhängig von der Witterung. Parallel dazu werden die Stützen und Fundamente der Seilbahntrasse saniert. Es gibt bereits Fortschritte an der Talstation, wo ein neues Holzgebäude mit vier Räumen errichtet wurde, während noch Restarbeiten ausstehen.
Was erwartet die Fahrgäste?
Für die letzte Fahrt vor der Sanierung haben sich die Betreiber etwas Besonderes ausgedacht: Am 2. November 2025 erhalten alle Fahrgäste beim Ticketkauf einen Gutschein im Wert von 9,50 Euro für das Tagesgericht auf der Hörnlehütte. Die Fertigstellung der Sanierung ist für Ende Mai 2026 geplant, mit einer geplanten Wiederinbetriebnahme der Hörnlebahn am 30. Mai 2026. Die Gesamtkosten der Sanierung belaufen sich auf rund 2,5 Millionen Euro.
Die Hörnle-Schwebebahn, die aufgrund ihrer einzigartigen Technik und dem beeindruckenden 360° Panoramablick als Kultobjekt gilt, bietet zahlreiche Freizeitmöglichkeiten. Sie ist nicht nur ein beliebter Ausgangspunkt für leichte bis mittelschwere Wanderungen im Naturpark Ammergauer Alpen, sondern erfreut sich auch im Winter großer Beliebtheit als Naturschneegebiet mit Skigebieten, Rodelbahnen und Schneeschuhwanderungen. Die Anreise ist zudem ausgesprochen einfach aus den umliegenden Städten wie Garmisch-Partenkirchen, München oder Füssen.
Die Herausforderungen des Alpen-Tourismus
Doch im Hintergrund stehen auch Herausforderungen, die durch den Klimawandel verstärkt werden. Laut Imticker führt die Erhöhung der Durchschnittstemperatur im Alpenraum zu einem Tauen des Permafrosts, was die Statik von Seilbahnen erheblich gefährden könnte. Solche klimabedingten Extremtemperaturen stellen neue Herausforderungen für die Wartung und Inspektion der Anlagen dar und könnten das Vertrauen in die Bergbahnen gefährden.
Umso wichtiger ist die bevorstehende Sanierung der Hörnle-Schwebebahn, die nicht nur die Sicherheit verbessert, sondern auch die Anpassungsfähigkeit an zukünftige klimatische Herausforderungen in den Alpen stärken soll. Das Schicksal des alpinen Tourismus hängt stark von Maßnahmen wie diesen ab, um nicht nur bestehende touristische Einrichtungen zu schützen, sondern auch Arbeitsplätze und Einkommen in den betroffenen Gemeinden zu sichern.
Die Hörnlebahn, die ihren Betrieb 1954 aufgenommen hat, steht also vor einer neuen Ära der Sicherheit und Erneuerung. Bis zur Wiedereröffnung im Mai 2026 bleibt die Vorfreude auf ein nostalgisches Erlebnis, das für Besucher und Einheimische gleichermaßen hoch im Kurs bleibt.