Die Bauarbeiten am Kramertunnel in Garmisch-Partenkirchen schreiten voran, doch die Verkehrsfreigabe verzögert sich weiter. Aktuell sind die Bauarbeiten am nordlichen Portal des Tunnels in vollem Gange; die Betonierung der Wand ist in den letzten Zügen und soll noch im Laufe des Jahres 2025 abgeschlossen werden, berichtet die Merkur.

Die Gründe für die Verzögerung sind eng mit der Kündigung der ursprünglich beauftragten Baufirma im Sommer 2023 verknüpft. Der Tunnel, dessen innere Strukturen bald komplett sein werden, wird voraussichtlich nicht vor Mitte bis Ende 2028 für den Verkehr freigegeben. Zuvor war ein Termin für Ende 2027 angestrebt worden. Um den Zeitplan einzuhalten, hat die neu engagierte Firma Porr bereits im Januar 2025 mit den Arbeiten begonnen und zeigt sich derzeit im Zeitplan.

Streit um Auftragsvergabe

Die Bauarbeiten stehen zudem im Schatten eines juristischen Streits. Laut BR24 hat das Bayerische Oberste Landesgericht entschieden, dass die frühere Bauunternehmung erneut für die Vergabe des Auftrags in Betracht gezogen werden kann. Dieser Schritt kam nachdem der Freistaat Bayern eine Beschwerde zurückgezogen hat. Das Gericht stellte fest, dass die vorherige Ausschlussentscheidung nicht den nötigen Anforderungen entsprach, was die Rückkehr der initiierten Rechtsstreits zur Folge hatte.

Der ursprüngliche Auftragsnehmer wurde von der Vergabekammer zu Unrecht ausgeschlossen, was den Baustopp zur Folge hatte. Der Streit um die Nachforderung von rund 35 Millionen Euro durch die earlier resort company, unter anderem für Geröllabtransport und Maßnahmen in der Corona-Pandemie, hat lange die Diskussion dominiert. Da diese Nachforderung als rechtens erklärt wurde, ist jetzt klar, dass der Zuschlag möglicherweise wieder an die ursprüngliche Firma gehen könnte.

Fortschritt der Bauarbeiten

Aktuell laufen die Vorbereitungen für weitere notwendige Bauabschnitte. Die Auftragssumme für den Einbau der Fahrbahn im Kramertunnel beläuft sich auf rund 15 Millionen Euro. Die restlichen Arbeiten umfassen den Bau der Betriebsgebäude sowie die neue Bundesstraße in Richtung Grainau. Diese Ausschreibung, die mit etwa 40 Millionen Euro veranschlagt wird, ist ebenfalls bereits in Arbeit, und die Montageplanung muss spätestens 2026 erfolgen.

Wir dürfen nicht vergessen, dass die Bauarbeiten trotz der Schwierigkeiten ununterbrochen weitergeführt werden, allerdings nur mit einer Pause über die Weihnachtszeit hinweg. Im Tunnelbereich selbst sind noch Notgehwege und die Fahrbahn zu installieren, während der Tunnelportal-Ausgang bereits in einem dunklen Anthrazitton gestaltet ist. Diese Farbwahl soll die Blendung der Autofahrer verringern und sich harmonisch in die Umgebung einfügen.

Die Kramertunnel-Baustelle hat sich als essentiell für die Verkehrsberuhigung in Garmisch-Partenkirchen erwiesen, wo täglich bis zu 25.000 Fahrzeuge auf der Bundesstraße 2 und zudem eine hohe Belastung auf der Bundesstraße 23 festgestellt werden. Der Kramertunnel wird eine wichtige Entlastung für die Anwohner im betroffenen Gebiet bringen.