Die Nachricht über den tragischen Tod von Laura Dahlmeier hat auch in Köln große Wellen geschlagen. Die ehemalige Biathletin, die als eine der erfolgreichsten ihrer Disziplin gilt, verstarb im Juli 2025 im pakistanischen Karakorum-Gebirge, wo sie von einem Gesteinsbrocken erfasst wurde. Dabei wurde sie nur 31 Jahre alt. Die schockierenden Details des Unglücks wurden am 30. Juli 2025 durch ihr Management bekanntgegeben. Laura stürzte während ihrer alpinen Unternehmungen, genau genommen am 28. Juli, auf etwa 5.700 Metern Höhe und konnte trotz sofort abgesetztem Notruf nicht gerettet werden. Der Unfall geschah mitten am Tag und die Herausforderungen der extremen Bedingungen sind unbestritten.

Ein Rettungsteam unter der Leitung des erfahrenen Kletterers Thomas Huber wurde mobilisiert, um im schwierigen Terrain nach Laura zu suchen. Doch selbst militärische Hubschrauber konnten die Unglücksstelle aufgrund der kritischen Wetterverhältnisse nicht erreichen. Am Morgen des Folgetages fiel die Entscheidung, die Rettungsaktion abzubrechen, da es keine Möglichkeit gab, Laura zu bergen. Laut ihrem ausdrücklichen Wunsch soll ihr Leichnam dort verbleiben, wo das Unglück passiert ist.

Ein Blick auf ihre letzte Botschaft

Heute, am 5. November 2025, erscheint das Buch „Bock auf Biathlon“ bei Edel Sports, in dem Dahlmeier in einem ihrer letzten Interviews zu Wort kommt. Journalist und Autor Taufig Khalil führte dies, und es bietet faszinierende Einblicke in ihr Leben und ihre Karriere. Im Interview reflektiert Dahlmeier über ihre Liebe zum Bergsteigen und ihre bemerkenswerte Leistung im Biathlon, einer Sportart, die das Skifahren mit dem Schießen verbindet und seit 1992 auch Frauen die Teilnahme an olympischen Wettkämpfen ermöglicht.

Dahlmeier erzählt von dem überwältigenden Gefühl, nach dem Gewinn ihrer Goldmedaille im Einzelrennen bei der Weltmeisterschaft 2017 zu kämpfen. Trotz extremer Erschöpfung nahm sie schließlich auch am Massenstart teil und sicherte sich erneut Gold. Ihr Wille, auch nach solchen Erlebnissen weiterzukämpfen, macht sie zu einer wahren Ikone des Sports.

Vom Biathlon in die Berge

Die Verbindung von Biathlon und Bergsteigen war für Dahlmeier nicht nur eine sportliche Herausforderung, sondern ihre große Leidenschaft. Im Herbst 2024 gelang ihr die bemerkenswerte Besteigung des 6.814 Meter hohen Ama Dablam, während sie gleichzeitig einen neuen Geschwindigkeitsrekord aufstellte. Diese Erfolge zeugen von ihrer außerordentlichen Fähigkeiten und ihrem Mut. Ihre Liebe zur Natur und die Bergwelt war so stark, dass sie trotz der Warnungen von Arzt und Trainer sich entschloss, allein weiterzuklettern.

Dahlmeiers Vater, Andreas, äußerte den Wunsch, seine Tochter nach Hause zu holen, wenn die Verhältnisse dies zulassen würden. Er betonte, dass sie eine leidenschaftliche, aber auch umsichtige Bergsteigerin war, die ihre eigenen Fähigkeiten gut einschätzen konnte. Ihr Verlust wird nicht nur von ihrer Familie, sondern von der gesamten Sportgemeinschaft tief bedauert.

Dahlmeiers Karriere war geprägt von außergewöhnlichen Erfolgen. Sie gewann sieben Gold-, drei Silber- und fünf Bronzemedaillen bei Weltmeisterschaften und hatte sich bis zu ihrem Rücktritt im Mai 2019 als Wintersportexpertin für das ZDF einen Namen gemacht. Diese tragische Wendung in ihrem Leben und die Veröffentlichung ihres Buches heute geben den Fans und Followern die Gelegenheit, sich an die Erfolge der Biathlon-Legende zu erinnern und ihre Abenteuer im Bergsteigen nachzuvollziehen.

Wie die Überlieferungen im Biathlon so treffend zeigen, kombiniert der Sport Präzision mit Ausdauer, und Laura Dahlmeier verkörperte genau diese Eigenschaften in aller Reinheit. Auch ihre abenteuerliche Seite als Bergsteigerin zeigt, wie vielfältig und inspirierend ihr Talent war. Ihr Andenken wird durch Erzählungen wie die im neuen Buch weiterleben.

Wir sind dankbar für die Erinnerungen, die sie uns hinterlässt, und wünschen der Familie und den Freunden viel Kraft in dieser schweren Zeit.