Heftiger Schneefall bringt den Freistaat Bayern weiterhin in Aufruhr. Am 21. Februar 2026 sorgt eine massive Schnee- und Kältefront für zahlreiche Herausforderungen in der Region. In zahlreichen Städten, darunter Augsburg, befürchten die Bürger:innen, dass die winterlichen Bedingungen den Alltag stark beeinflussen. Laut Merkur mussten in Augsburg gleich zwei städtische Schwimmbäder – das Spickelbad und das Hallenbad Haunstetten – wegen der Schneelast schließen. Ein Wiedereröffnungstermin steht noch in den Sternen, während andere Badeeinrichtungen wie das Gögginger Hallenbad und das Alte Stadtbad weiterhin geöffnet sind.

Die Straßenverhältnisse sind alles andere als optimal. In der Nacht auf Freitag kam es in Oberbayern und Schwaben zu etlichen Verkehrsunfällen, was die Polizei auf Trab hielt. Insbesondere auf der Autobahn 99 bei Aschheim ereignete sich ein schwerer Unfall, bei dem ein 51-Jähriger die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor und mit einem Sattelzug kollidierte. Die Insassen – ein 51-Jähriger, ein 47-Jähriger und ein zehnjähriges Kind – erlitten schwere Verletzungen. Insgesamt zählte die Polizei in Oberbayern rund 75 witterungsbedingte Einsätze und registrierte einige leicht verletzte Personen.

Schneefall und Verkehrsunfälle

In weiteren Regionen, wie Unterfranken, waren über 100 Einsätze aufgrund der winterlichen Bedingungen notwendig. Hier entspannte sich die Situation erst am Donnerstagabend. Auch in Schwaben blieb es turbulent, wo bis zu 20 kleinere Unfälle mit wenigen Schäden zu verzeichnen waren. In Niederbayern gab es 30 Unfälle mit Sachschaden und 25 weitere Vorkommnisse, die einen Einsatz der Rettungskräfte erforderten.

Die Verkehrslage wird zusätzlich durch umgestürzte Bäume beeinträchtigt, was den Bahnverkehr, insbesondere zwischen Garmisch-Partenkirchen und Innsbruck sowie Roßtal und Ansbach, erheblich stört. Auch im öffentlichen Nahverkehr in Unterfranken, besonders in Würzburg und Kitzingen, kam es zu spürbaren Einschränkungen. Hier meldete die Polizei bis zum Vormittag 45 witterungsbedingte Verkehrsunfälle.

Wetterlage und Ausblick

Das Wetter zeigt sich weiterhin wechselhaft. Am Freitagvormittag wird in München mit 10 bis 20 cm Neuschnee gerechnet. Über alle bayerischen Regionen besteht aktuell eine Warnung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) vor Frost und starkem Schneefall. Aber nicht nur die Kälte hat es in sich – auch stürmische Böen aus Südwest sind im Bergland zu erwarten. Laut Wettergefahren können diese Böen 70 bis 80 km/h erreichen, auf dem Brocken sogar an die 100 km/h. Zudem bringt ein Tiefausläufer milde Meeresluft nach Deutschland, wodurch die Schneefallgrenze in höheren Lagen ansteigt.

Die Unwetterzentrale warnt vor erheblichen Verkehrsbehinderungen und Schneebruch. Für die kommenden Tage sind wiederholt Regenfälle und ein Milderungsprozess zu erwarten, wodurch sich die Schneelasten reduzieren sollten. Die betroffenen Bürger:innen sind aufgerufen, Vorsicht walten zu lassen und gegebenenfalls ihre Reisepläne zu überdenken.