Heute ist der 21.02.2026 und Bayern wird von einer heftigen Schneewelle heimgesucht. Regionale Meteorologen warnen vor anhaltendem Schneefall, der teils extrem ausfallen könnte. Bereits am Donnerstagabend wurde in Unterfranken eine Entspannung der Lage beobachtet, doch die Auswirkungen der Schneemassen sind weiterhin spürbar. In Augsburg mussten zwei städtische Schwimmbäder, das Spickelbad und das Hallenbad Haunstetten, aufgrund der Schneelast schließen, ohne dass ein Wiedereröffnungstermin bekannt gegeben wurde. Andere Schwimmbäder in der Region, wie das Gögginger Hallenbad und das Alte Stadtbad, bleiben aber geöffnet.
Die Verkehrslage ist in vielen Teilen Bayerns angespannt. In der Nacht auf Freitag kam es zu zahlreichen Verkehrsunfällen, insbesondere in Oberbayern und Schwaben. Auf der Autobahn 99 bei Aschheim ereignete sich ein schwerer Unfall, bei dem ein 51-Jähriger die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor und mit einem Sattelzug kollidierte. Alle drei Insassen, darunter ein 10-jähriges Kind, erlitten schwere Verletzungen. Die Polizei in Oberbayern verzeichnete rund 75 witterungsbedingte Einsätze, wobei 12 Menschen leicht verletzt wurden. Im nördlichen Oberbayern gab es zwar ebenfalls eine erhöhte Unfallzahl, jedoch blieb es hier bei Sachschäden ohne Verletzte.
Wetterwarnungen und Verkehrseinschränkungen
Die aktuellen Wetterwarnungen umfassen Frost und Schneefall, die bis in die frühen Morgenstunden des 19. Februar gelten. In München wird bis Freitagvormittag mit weiteren 10 bis 20 cm Neuschnee gerechnet. In Unterfranken war der öffentliche Nahverkehr stark beeinträchtigt, insbesondere in den Städten Würzburg und Kitzingen, wo die Polizei bis zum Vormittag 45 witterungsbedingte Verkehrsunfälle registrierte. Auch in Schwaben gab es bis zu 20 Unfälle, meist mit geringeren Schäden, während mehrere Lastwagen steckenblieben.
Die Unwetterzentrale hat umfassende Informationen zu den Starkschneefallwarnungen in Deutschland veröffentlicht, die in zwei Kategorien unterteilt sind: Vorwarnungen und Akutwarnungen. Letztere werden 1 bis 12 Stunden vor dem Ereignisbeginn ausgegeben und unterteilen sich in drei Warnstufen, je nach erwarteter Neuschneemenge. Diese detaillierten Prognosen sind entscheidend für den Winterdienst, den Verkehr und Versicherungen, da sie von erfahrenen Meteorologen laufend angepasst werden (Unwetterzentrale).
Prognose und Ausblick
Die Wetterlage wird sich ab dem Wochenende ändern, da milde Meeresluft aus dem Atlantik nach Deutschland strömt. Die Temperaturen könnten bis zu 15 Grad erreichen, wobei der Schnee in Regen übergehen soll. Im höheren Bayerischen Wald und an den Alpen ist weiterhin mit Schneefall zu rechnen, wobei die Schneefallgrenze steigt. Am Alpenrand sind Neuschneemengen von 10 bis 20 cm möglich, in Staulagen sogar bis zu 40 cm (Wettergefahren).
Die aktuellen Witterungsbedingungen haben nicht nur Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit, sondern auch auf die Infrastruktur und die allgemeine Mobilität in der Region. Bürger sind aufgerufen, vorsichtig zu sein und sich über die aktuellen Wetterwarnungen und Verkehrsinformationen zu informieren. Insgesamt bleibt die Wetterlage in Bayern angespannt, und es ist mit weiteren Herausforderungen zu rechnen.