In den letzten Tagen hat sich die Verkehrslage auf der Fernpassstraße (B179/E532), einer bedeutenden Nord-Süd-Verbindung im Westen Österreichs, als herausfordernd erwiesen. Diese rund 50 Kilometer lange Strecke verbindet das Tiroler Inntal mit dem Außerfern und ist insbesondere bei Ferienverkehr und an Wochenenden ein potenzieller Stauherd. Wie ReiseReporter berichtet, ist die Fernpassstraße ein zentraler Knotenpunkt für den Transit zwischen Deutschland und Italien und zieht während der Hauptreisezeiten enormen Verkehrsaufkommen an.
Zu den Hauptursachen der Verkehrsbelastung zählen der Urlaubsverkehr von Bayern in die beliebten Ferienregionen Südtirol und Gardasee sowie ein reger Lkw-Verkehr, der oft die Brennerautobahn umgeht. Pendler zwischen Außerfern und Inntal tragen ebenfalls zur dichten Verkehrsituation bei, besonders in den Stoßzeiten. Der Abschnitt zwischen Nassereith und Lermoos hat sich dabei als besonders problematisch erwiesen und gilt als Nadelöhr – hier verläuft die Straße lediglich zweispurig.
Verkehrsbehinderungen durch Inspektion
Aktuell stehen die Ampeln jedoch nicht nur wegen des fast täglich auftretenden Stau-Chaos auf Rot. Ein Straßenunfall sorgte dafür, dass die Fernpassstraße vorübergehend gesperrt werden musste. Ein Lkw verlorDiesel, was die Feuerwehr Biberwier in Alarmbereitschaft versetzte, wie der ORF Tirol berichtet. Solche Vorfälle sind nicht unüblich und verdeutlichen die Herausforderungen auf dieser vielbefahrenen Route.
Die Verkehrsinformationen auf der B179 umfassen nicht nur Stauanalysen, sondern auch details zu Baustellen und möglichen Alternativrouten, die eine Entlastung versprechen. Die Einführung eines Fernpass-Tunnels, der ab 2027 geplant ist und 2029 abgeschlossen werden soll, könnte langfristig die Situation verbessern, indem sie den Verkehr von der Passstraße auf die Tunnelroute verlagern wird.
Alternativen und Zukunftsausblick
Fahrer und Pendler haben jedoch bereits jetzt einige Alternativen zur Fernpassroute. Frühmorgens oder spätabends zu fahren, kann oft Staus umgehen. Auch die Umfahrung über Garmisch – Mittenwald – Seefeld – Innsbruck ist eine optionale Lösung, allerdings mautpflichtig. Für diejenigen, die sich bei der Routenwahl auf die Schiene verlassen möchten, stehen Bahnanbindungen zwischen Reutte, Garmisch und Innsbruck zur Verfügung.
Interessierte Fahrer sollten ebenfalls beachten, dass die Fernpassstraße derzeit nicht mautpflichtig ist, jedoch ab 2029 eine Maut eingeführt wird. Ab dann werden auch neue Zahlungsmöglichkeiten für mautpflichtige Strecken verfügbar sein. Im Moment ist es besonders wichtig, sich regelmäßig über aktuelle Verkehrsmeldungen zu informieren, um im Vorfeld auf mögliche Staus oder Behinderungen reagieren zu können. Informationsplattformen wie EVIS.AT bieten dazu eine wertvolle Unterstützung mit Echtzeitdaten zur Verkehrslage in Österreich.