In der Region 17 Oberland wird es spannend, wenn es um die Nutzung von Windkraft geht. Die Teilfortschreibung des Regionalplans bringt frischen Wind nach Weilheim, wo für die Stadt gleich drei kleine Flächen zur Errichtung von Windrädern ins Gespräch gebracht wurden. Interessanterweise befinden sich diese Flächen im Nordosten Weilheims, zwischen Steinberg und Hardtwiese, am Blaslweiher sowie östlich des Haarsees. Bauverwaltungsleiter Manfred Stork betont: „Die Flächen tun uns nicht weh“, und die Mehrheit des Stadtrats war sich in der Sitzung am 20. November einig, für die Aufnahme dieser Flächen zu stimmen, abgesehen von einem einzigen AfD-Vertreter, der dagegen stimmte. Ob sich hier tatsächlich Windkraft-Anträge anbahnen, bleibt abzuwarten – laut Stork ist damit nicht zu rechnen Merkur berichtet, dass ….
Doch die Windkraftdebatte geht weit über die Stadtgrenzen von Weilheim hinaus. In den Gemeinden Seitingen-Oberflacht und Rietheim-Weilheim wurde ein hitziger Streit entflammt. In Seitingen-Oberflacht fand am 12. Oktober ein Bürgerentscheid zur Nutzung gemeindeeigener Flächen für Windkraft statt. Dabei zeigt sich eine unterschiedliche Haltung: Während Rietheim-Weilheim Handlungsbedarf sieht und Flächen auf dem Weilheimer Berg ins Gespräch bringt, lehnt Seitingen-Oberflacht Vorrangflächen auf dieser beliebten Bergregion ab, um eine mögliche Umzingelung durch Windkraftanlagen zu vermeiden. Bürgermeister Felix Cramer von Rietheim-Weilheim ist optimistisch und offen für Gespräche, während sein Kollege aus Seitingen-Oberflacht, Jürgen Buhl, abwarten möchte, bis der Bürgerentscheid seine Ergebnisse präsentiert hat Schwäbische berichtet, dass ….
Neuer Wind für die Gesetzgebung
Im Jahr 2023 hat eine Gesetzesänderung in Bayern für neuen Schwung gesorgt. Das neue WindBG, das die bisherige 10H-Regelung ersetzt, schafft eine neue Grundlage für die Nutzung von Windkraftanlagen. Städteplaner und Kommunen sind gefordert, die dafür notwendigen Flächennutzungspläne zu erstellen. Diese Pläne sollen dazu beitragen, den steigenden Bedarf an regenerativen Energien durch Konzentrationsflächen zu decken, und die Fristen sind straff: Bis zum 01. Februar 2024 müssen die Pläne rechtswirksam sein EGL berichtet, dass ….
Die Bedeutung regenerativer Energien wird durch die Herausforderungen des Klimawandels und die hohe Nachfrage nach Windkraftstandorten immer deutlicher. So haben mehrere Gemeinden in Bayern ihre Flächennutzungspläne überarbeitet, um zukunftsfähige Energiekonzepte zu entwickeln und die regionalen Ziele der Energieplanung zu unterstützen. Um den Schutz von Flora und Fauna zu gewährleisten, sorgt eine neue Regelung für artenschutzrechtliche Prüfungen bereits auf der Planebene, was die Gemeinden besonders berücksichtigen müssen.
Mit dieser Vielzahl an Vorhaben braucht es nun ein gutes Miteinander zwischen den Gemeinden. Die Herausforderungen sind groß, doch auch die Chancen, die sich aus einer intelligenten Windkraftnutzung ergeben, sind nicht zu unterschätzen. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Windkraftnutzung in der Region weiterentwickeln wird und ob bald auch auf den Weilheimer Flächen die ersten Rotoren in den Himmel ragen werden.